Der Land- und Forstwirtschaftliche Verein Bleckede feierte Anfang Februar im Landgasthof Wolter zu Karze sein 151-jähriges Bestehen. Ein sicher weltbewegendes Ereignis, doch weder Bürgermeister noch Stadträte waren mit von der „Party“. Das machte den ehemaligen Kreisjägermeister Hans-Heinrich Dützmann so fuchsteufelswild, dass er einen bissigen Leserbrief an die LZ schrieb. Darin blies er nicht nur Bürgermeister Jens Böther den Marsch, sondern blies auch noch sein Votum für eine Gemeindefusion ab: „So ward wü nie Bleckede!“, fühlte sich zurückgesetzt und schrieb: „Mein Grübeln geiht wädde von vörn los“. Dabei hätte doch jemand gegenüber BM Böther irgendwann mal eine Einladung „persönlich ausgesprochen“.
Lieber Herr Dützmann, Ihr BM ist doch kein wandelndes Steno-Heft. Ich krieg jeden Tag solche Einladungen zugeraunt. Die gehen mir zum einen Ohr rein und zum anderen Ohr raus. Und es ist nichts dazwischen, was es aufhalten könnte. Aber wenn Dützmann sein Votum zur Fusion nun davon abhängig machen will, ob der BM einen oder zwei Köm mitschlürft, dann sollte er über seinen danebengegangenen „Schrottschuss“ noch mal „gründlich grübbeln“. Narrhallamarsch!
Mir geht jetzt langsam der ewige Schnee auf die Nerven. Das Einzige, was mich freut, ist, dass meine Freunde in tiefer gelegten 3er-BMWs aus dem Straßenbild verschwunden sind. Die tiefen Spurrillen lassen deren niedrige Frontspoiler nämlich schnell zu Schnee- bzw. Eispflügen werden und brechen ab wie Zunder. Was mich dagegen nervt, ist das dauernde Geschimpfe auf KVG, GfA und Bauhof. Mensch, die Jungs kloppen Sonderschichten wie verrückt! Und wenn man wie hier in Lüneburg aus Kostengründen zum Teil fast die Hälfte der Belegschaften streichen musste, kann man sich nicht wundern, dass der fleißige Rest nicht überall gleichzeitig sein kann. Aus dem Harz habe ich sogar gehört, dass man in Claus-thal-Zellerfeld das internationale Schlittenhunde-Rennen absagen musste. Für mich unverständlich. Wie machen das denn die „Musher“ in Kanada? Wird dort der Hudson-River alljährlich gespurt?
Von Lüneburgs „vielsaitigstem“ Live-Laden ist bereits bekannt: Der Vertrag der WunderBar läuft am 31. März 2010 aus. Bleibt zu hoffen, dass Jo & Jungs möglichst schnell eine neue Lock-ation finden werden. Die nächste LZ-1-Class-Session findet aus anderen Termingründen nicht in der WunderBar, sondern kommenden Freitag, 19. Februar, ab 21 Uhr im Palmengarten des Seminaris statt. Soul, Pop und Jazz vom Feinsten versprechen die Sängerinnen San Glaser, Birgid Jansen und Band.
Den Lüneburger Jörg Mandt, ansonsten Resident-DJ im Pacos, hatte es zum Mainzer Rosenmontagszug verschlagen. Mitten auf einem Motivwagen mit deutschen Spitzenköchen unter dem Motto „Götter in Weiß“ verfütterte er dort vorigen Montag musikalische „Kamelle“ und heizte dem „Meenzer Zuch“ mit seinem „Menue á la disk“ ein.
Kultur der besonderen Art gibt es derzeit in der 400 qm „kleinen“ und edlen Kunstgalerie im Keller des neuen Hotels „Altes Kaufhaus“ zu sehen. Exquisite Werke aus der Privatsammlung von Henning J. Claassen, die von „John Lennon“ (gemalt von Armin Müller Stahl) über Plastiken des Belgiers Dirk de Keijzer bis hin zu „Karina auf dem Stuhl“ von Peter Handel reichen. Für Lüneburgs derzeit aufblühende Museumslandschaft fast schon ein neues „Museum of Modern Art“ (MoMA), also unbedingt „mo ma“ ansehen.









