Lüneburg. „Der Aufsichtsrat der Städtisches Klinikum Lüneburg gGmbh hat in seiner Sitzung beschlossen, das Anna-Vogeley-Seniorenzentrum zum 30. April 2012 zu schließen.“ – Diese Entscheidung teilte Dr. Michael Moormann, Geschäftsführer des Städtischen Klinikums, am Dienstag dem Heimbeirat, den Bewohnern und den Mitarbeitern des Lüneburger Seniorenwohnheims mit. Grund für das Aus: Seit Jahren schreibt die Einrichtung tiefrote Zahlen, Verlust von 2006 bis 2010: rund 3 Millionen Euro. Daher hatte sich der Aufsichtsrat am Montag zu einer außerordentlichen Sitzung zusammengefunden. Andreas Jörß, Vorsitzender des Aufsichtsrates betont, dass die Entscheidung
unumgänglich sei: „Alle anderen erwogenen Alternativen scheiterten letztlich an der Wirtschaftlichkeit, so dass der Beschluss mehrheitlich und ohne Gegenstimme getroffen wurde. 90 Bewohner sind derzeit im Wohnheim an der Wichernstraße untergebracht. Sie werden nun bei der Suche nach einer neuen Unterkunft unterstützt: „Sie können auf unsere Hilfe zählen“, verspricht Geschäftsführer Dr. Moormann. Aus diesem Grund sei auch ein fast zweijähriger Übergangszeitraum beschlossen worden. Betriebsbedingte Kündigungen wird es für die Mitarbeiter des Seniorenzentrums nicht geben. Allen Betroffenen wird direkt im Klinikum oder in einer der anderen Gesellschaften der Gesundheitsholding ein neuer Arbeitsplatz zugesichert.
Wie geht‘s jetzt weiter im Seniorenzentrum? Angela Wilhelm, Sprecherin der Gesundheitsholding: „Jetzt wird ein Projektplan erstellt, in dem die konkreten nächsten Schritte und Zuständigkeiten festgelegt werden. Für Bewohner und deren Angehörige sowie die Mitarbeiter wird es kurzfristig weitere Info-Veranstaltungen geben.“ Außerdem wird die Möglichkeit des Verkaufs der Liegenschaften an der Wichernstraße geprüft. „Denkbar ist in diesem Zusammenhang natürlich auch, dass sich ein neuer Eigentümer findet, der hier weiter ein Seniorenwohn- und Pflegeheim betreibt. Aber wie wahrscheinlich das ist, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht abschätzen“, so Dr. Moormann wenig optimistisch.










