Lüneburg. „Ein guter und wichtiger Tag für den Landkreis Lüneburg“, findet der Lüneburger Landrat Manfred Nahrstedt. Am vorigen Donnerstag unterzeichnete er mit dem niedersächsischen Innenminister Uwe Schünemann den Entschuldungsvertrag zwischen Landkreis Lüneburg und Land Niedersachsen rückwirkend zum 1. Januar 2012. „Solche Kommunen braucht Niedersachsen“, sagte Schünemann, „der Landkreis Lüneburg geht einen ersten wichtigen Schritt, um seine Zukunftsfähigkeit sicherzustellen und handelt im Sinne seiner Bürgerinnen und Bürger.“Die Unterschriften besiegeln die finanzielle Entschuldung des Landkreises Lüneburg von rund 72 Millionen Euro. Im Gegenzug muss der Landkreis ab dem Haushaltsjahr 2012 ausgeglichene Haushalte ausweisen sowie möglichst Überschusse erwirtschaften, um die restlichen Altdefizite abzubauen. Freiwillige Leistungen dürfen den bisherigen Anteil von 1,5 Prozent an den Gesamtaufwendungen nicht überschreiten.
„Wir wollen den nachfolgenden Generationen wieder Gestaltungsspielraum geben, anstatt ihnen einen stetig wachsenden Schuldenberg zu vererben“, sagt Landrat Manfred Nahrstedt.Bereits in diesem Jahr spart der Landkreis durch den Abschluss des Zukunftsvertrages mehr als eine Million Euro an Zinsen. Auch die Gemeinden des Landkreises Lüneburg sollen von der finanziellen Entlastung profitieren: „Wir möchten die Kreisumlage um einen Prozentpunkt für das Jahr 2013 und einen weiteren halben Prozentpunkt 2014 senken“, sagt Nahrstedt, „so hat der gesamte Landkreis Lüneburg was davon.“Im Gegenzug erwartet Innenminister Schünemann, dass der Landkreis Lüneburg weiter an Fusionen arbeitet, einerseits bei Gemeinden innerhalb des Kreises, andererseits mit Nachbar-Landkreisen.









