Karl-Heinz E.: „Mein Cocker kratzt sich häufig an den Ohren. Er jammert dann und hält seinen Kopf so schief. Was quält ihn bloß? Sollte ich einen Tierarzt aufsuchen?“ Zunächst zum Aufbau des Ohres: Das äußere Ohr besteht aus einer Ohrmuschel und dem gekrümmten Gehörgang. Das Trommelfell ist die Grenze zum Mittelohr. Kleine Knochen und die Paukenhöhle dienen als Schallverstärker. Über ein kleines Fenster wird der Schall weitergeleitet in die so genannte Schnecke. Die wiederum leitet den Schall in elektrischen Impulsen an das Gehirn.
Das Innenohr ist für den Gleichgewichtssinn verantwortlich. Als anfällig für Erkrankungen in den Ohren gelten: Hunde, die unter Allergien leiden und solche mit sehr engen Gehörgängen sowie vermehrtem Haarwuchs in den Ohren sowie Hunde, die zu fettiger Haut neigen. Aber auch häufiges Reinigen von eigentlich sauberen Hunde-Ohren kann Entzündungen begünstigen. Wenn Ihr Vierbeiner Symptome zeigt wie häufiges Kopfschütteln, Jammern, Juckreiz und dazu noch übel aus den Ohren riecht, sollten Sie mit ihm einen Tierarzt aufsuchen. Auf keinen Fall den Hund selber behandeln! Eigenversuche können fatale Folgen haben und eventuell das Trommelfell im Ohr verletzen. Flüssigkeit läuft dann ins Mittelohr und der Hund erleidet furchtbare Schmerzen.
Die Anweisung des Tierarztes sollte dann konsequent eingehalten werden, selbst wenn der Hund während einer Behandlung keine Symptome mehr anzeigt. Was nicht bedeuten muss, dass der Hund geheilt ist. Thema Ohrmilben: Diese Parasiten haben einen Entwicklungszyklus von etwa drei Wochen. Setzen Sie also vorzeitig die vom Tierarzt empfohlene Arznei ab, kann das Hundeohr schnell wieder von Milben besiedelt werden. Schwere Ohrenentzündungen können Risse das Trommelfells verursachen, mit sehr schlimmen Spätfolgen wie Schwerhörigkeit, Taubheit und Gleichgewichtsstörungen. Also: Ohrprobleme sind Tierarztsache! Bitte warten Sie nicht länger. Auf geht’s zum Tierarzt! Ich wünsche Ihnen alles Gute für Ihren Hund.
Ihre
Simone Steinbrenner
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