Nicole K.: „Unverantwortlich! Trotz der hohen Temperaturen sehe ich häufig, dass Hunde am Fahrrad laufen. Das grenzt doch an Tierquälerei. Können Sie diese Hundehalter über die Gefahren aufklären?“ Für einen Hund ist das Laufen am Rad bei 35 Grad harte Arbeit und eine Qual! Der Mensch, der nur entspannt in die Pedale treten muss und durch den Fahrtwind leichte Kühlung erfährt, sollte wissen: Der Vierbeiner läuft im Pelzmantel und der Fahrtwind erreicht den Hund am Boden nicht.
Der Hund muss, um sich stets abzukühlen, immer stärker hecheln. Wenn aber die Umgebungstemperatur zu hoch bleibt, ist Vorsicht geboten: Es besteht die Gefahr, dass der Hund einen Hitzschlag oder Kollaps erleiden kann. Bei diesen Temperaturen werden auch die Straßen und Gehwege sehr heiß. Wir Menschen spüren davon nichts, wir tragen Schuhe. Für den Hund, der „barfuß“ auf heißem Teer läuft, besteht Verbrennungsgefahr seiner empfindlichen Fußballen!
Tipps für sommerliche Radtouren mit dem Hund:
- Nie in der prallen Mittagssonne fahren (Tabuzeiten von 12 bis 18 Uhr).
- Nur in den frühen Morgen- und späten Abendstunden fahren.
- Rücksicht auf Alter, Gesundheit und Fitness des Tieres nehmen, kranke Hunde sollten nicht am Rad laufen.
- Den Hund vor der Aktivität nicht füttern.
- Wasserflasche- und Napf mitnehmen, in Abständen Wasser und frisches Bad, z. B. im Bach, anbieten.
- Nicht zu lange auf Asphalt bleiben.
- Viele Pausen einlegen, den Hund beobachten und besonders die Pfoten ansehen.
- Strecke und Tempo langsam steigern. Achten Sie darauf, dass der Hund ausgelassen läuft und nicht zieht.
- Junge Hunde unter 18 Monaten sollten nicht am Rad laufen.
Tabuzonen für Hunde bei Hitze: Lange Spaziergänge in freier Natur. Shopping-Touren in der City, dort staut sich die Wärme. Agility, Rennspiele oder große Toberunden sollten auf den Abend verlegt werden. Bei körperlicher Anstrengung steigt die Körpertemperatur des Hundes zusätzlich, Herz und Kreislauf werden stark belastet.
Ihre Simone Steinbrenner
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