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Freitag,
12. Mar. 2010
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Leserbriefe

Leserbriefe vom 03. März 2010

Zu: Winter-Straßenschäden in Lüneburg

„Straßen fallen nicht dem Winter zum Opfer“

Mehr und mehr lassen sie sich sehen, die Löcher auf den Straßen. In diesem Jahr ist es besonders leicht, den Schuldigen festzumachen: der Winter! Jedoch sollte die Kölner
U-Bahn-Story aufhorchen lassen. Wer über viele Jahre bestimmte Straßen befahren hat, konnte auch verschiedene Baumaßnahmen miterleben. Die Ergebnisse fallen höchst unterschiedlich aus. Einige ausgebesserte Straßen fallen nicht dem Winter zum Opfer. Andere benötigen nicht einmal einen Winter! Es dürfte wohl mehr an der „Kompetenz“ einiger Baufirmen als an der Witterung liegen. In Zeiten leerer Kassen müssen nun andere Gedanken den Vorrang haben als das günstigste Angebot, welches möglicherweise nur eine Kettenreaktion auslöst. Ein bisschen mehr Kreativität nützt dem Autofahrer und dem Steuerzahler.

Wilfried Riegel
Brietlingen

 

Zu: Klares Nein zur Ostfusion

„Bürgerbefragung hat etliche Euro gekostet“

Wahl in Bleckede, Bürgermeister tief enttäuscht. Nun ist es amtlich, die Bürger aus Bleckede hatten sich nach einem erneuten Anlauf mit sehr großer Mehrheit gegen eine Fusion mit der verschuldeten Kommune Amt Neuhaus und der Samtgemeinde Dahlenburg entschieden. Auch diese Bürgerbefragung hat die Stadt Bleckede wieder etliche tausend Euro gekostet und den Schuldenberg damit weiter erhöht. Leider kann man die Kosten dieser Bürgerbefragung den Initiativen Pro Fusion und Frauen für Fusion nicht auferlegen. Vor der Wahl gab es für die Bleckeder CDU/FDP keine zwei Meinungen, die Bürger würden schon für die Fusion stimmen, intern wurden bereits die Posten vergeben. Nur kam das Ganze anders als erwartet und die Bürger haben dem Bürgermeister und der CDU/FDP klar das Misstrauen ausgesprochen.

Heinrich Hagenmeyer
Bleckede

 

„Mutiges Signal gegen anhaltenden Trend“

Das klare Nein zu dieser abenteuerlichen Fusion bedeutet, dass Bleckede auch weiterhin seine politische und kommunale Eigenständigkeit bewahren will. Allein die historischen und gesellschaftlichen Unterschiede zum Amt Neuhaus, gelegen in der Ex-DDR, sind bei Weitem größer als die bekannten Rivalitäten zur Stadt Dahlenburg. Diese Bürgerbefragung ist ein mutiges Signal gegen den anhaltenden Trend, immer größere Einheitsgemeinden gründen zu wollen. Die Fehler der 70er-Jahre im vergangenen Jahrhundert sollten sich nicht wieder­holen. Denn in großen (Samt-) Gemeinden und Städten verlieren Traditionen und die Identitäten der Einzelkommunen weiter an Bedeutung.

Albert Alten
Wernigerode

 

Zu: Winterdienst in Lüneburg

„1-Euro-Jobber ins Räumfahrzeug setzen?“

Zum Leserbrief „Hartz-IV-Em­pfänger im Winderdienst einsetzen“. Warum sind die Wege ruckzuck wieder frei, wenn man einen 1-Euro-Jobber mit in das Räumfahrzeug setzt? Kommt dadurch der kleine Trecker schneller vorwärts? Oder sollen die Billigarbeitskräfte mit der Schaufel losziehen? Selbst wenn dem so sein sollte, würden immer noch andere logistische Probleme dem Ansinnen im Wege stehen. Auch 1-Euro-Beschäftigte werden durch Arbeitsschutzgesetze geschützt. Es müsste also für alle entsprechende Kleidung organisiert werden. Zudem muss ein Fahrzeug zu Verfügung stehen. Und es muss eine qualifizierte Person, also ein Festangestellter, die Aufsicht übernehmen. Diese würde dann aber kein Räumfahrzeug führen können. Selbst wenn sich Hartz-IV-Empfänger wieder an normale Arbeitszeiten gewöhnen sollen: 3 Uhr nachts ist keine normale Arbeitszeit. Es ist sehr leicht, populistische Sprüche des Vizekanzlers aufzunehmen, doch sind sie eben nur Populismus.

Christoph Neumann
Lüneburg

 

„Sollen Fußgänger alle im Kreis laufen?“

Den Vogel bei der ganzen Sache (winterliche Lage, Räumdienst) hat ja wohl Bardowicks Samtgemeindebürgermeister Dubber abgeschossen. Eine Zeitung fragt ihn, was er (und seine Gemeinde) unternimmt, damit der Bürger ungefährdet Fuß- und Radfahrwege benutzen kann, ohne „Umweg“ übers Krankenhaus. Und was gibt dieser Bürgermeister als Antwort? Einbahnstraßen! Sollen wir Fußgänger jetzt alle im Kreis laufen? Wo ist da der Sinn zu sehen? Aber unser Samtgemeinde­bürgermeister hat sich nach dem Artikel tatsächlich „stark“ gemacht und in Bardowick Durchgangs- zu Einbahnstraßen erklärt. Nur musste man feststellen, dass sich niemand daran hielt und jeder so fuhr, wie er vorher auch gefahren ist!

Name der Redaktion bekannt

 

Zu: Klimafreundliche Autos ohne Parkgebühr

„Klimafreundliche Autos gibt es nicht“

Zum Leserbrief: „Klimafreundliche Autos sollen in Lüneburg frei parken“. Der Vorschlag der Grünen verwundert, gibt es doch gar keine „klimafreundlichen Autos“. Es gibt höchstens Pkw, die nicht ganz so viel CO2-Ausstoß verursachen. Hoffentlich stimmt der Rat daher diesem Vorschlag nicht zu. Im Gegenteil – viel mehr Parkplätze, die ja auch Kosten verursachen, müssten kostenpflichtig sein. Allenfalls für Car-Sharing-Fahrzeuge könnte man eine Regelung schaffen, die kostenloses Parken erlaubt. Viel besser wäre es, wenn die Stadt gemeinsam mit den umliegenden Gemeinden den öffentlichen Nahverkehr verbessert. Denn Bus und Bahn brauchen viel weniger Treibstoff als ein Pkw. Hier gibt es noch ein erhebliches CO2-Einsparpotential, das man allerdings nur realisieren kann, wenn mehr Menschen auf Bus und Bahn umsteigen. Dafür ist ein verbesserter Takt mit kurzen Umstiegszeiten notwendig.

Alexander Huber
Bundesschatzmeister im Verkehrsclub Deutschland
Reppenstedt

 

Zu: A 250 in A 39 umbenennen

„Wem nützt die Umbenennung jetzt?“

A 250 wird A 39. Wem nützt denn das jetzt, gibt es dadurch irgendwelche greifbaren Vorteile wie neue Arbeitsplätze, Einnahmen für angrenzende Gemeinden und Städte oder Ähnliches? Langsam habe ich das Gefühl, wir brauchen wieder einen König, eine Monarchie. Wenn der dann solch einen Unsinn von sich gibt, kann man ihn wenigstens absetzen/stürzen/ihm kündigen oder die Rechnung vorlegen. Denn genau wie bei der (ja gekippten) Umbenennung der Hindenburgstraße zieht so etwas einen enormen Rattenschwanz an Kosten und Bürokratie nach sich. Von dem Geld, das allein die Schilder kosten würden, könnte man wirklich wichtige Dinge erledigen.

Kai Baars
Bardowick

 

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