CDU-Politiker Eckhard Pols und
Ralf Makagon im Zoff
LP vom 25. Januar
„Politisches Ego-Gezicke“
Was ist los im Amt Neuhaus? Werden hier wieder Chancen durch politisches Ego-Gezicke vertan? Warum ist es nicht möglich, in einer eh schon schwachen Kommune Seite an Seite – wenn möglich auch parteiübergreifend und abseits der politischen Dogmen jeder Partei – Wege zu finden, diesen Lebensraum attraktiv für die einerseits noch vorhandenen Bewohner und Wirtschaft zu erhalten, andererseits auch zukunftsorientiert für Neuansiedelungen von Bewohnern und Wirschaft interessant zu machen?
Rolf-Michael Holz
Bleckede
„Man spricht von Geklüngel“
Seit Monaten fragen sich die Neuhauser, was mit dem Kreisvorsitzenden Eckard Pols los ist. Sie sind enttäuscht und verärgert, dass er immer wieder gegen Mehrheitsbeschlüsse Front bezieht.
Der Wunsch nach einer demokratischen Entwicklung hat viele altgediente Mitglieder nach jahrelanger Resignation wieder zu den Versammlungen gezogen. Nachdem Ralf Makagon auf sehr gut besuchter Versammlung von einer 78-prozentigen Mehrheit zum CDU-Bürgermeisterkandidaten gewählt wurde, sind 15 neue Mitglieder aufgenommen worden. Drei davon sitzen im Rat. Es hätten mehr sein können, wenn die Unterstützung des Kreisvorsitzenden dagewesen wäre. Herr Pols hat es versäumt, als Kreisvorsitzender aktiv zu werden, als die „Unabhängigen“ mit einer gegnerischen Kandidatenliste und Bürgermeisterkandidatin zur Wahl antraten. Damit hat er dem CDU- Ortsverband massiv geschadet. Auch in der Zeit nach der Wahl lässt Herr Pols keine demokratische Einstellung erkennen. Er respektiert Beschlüsse nicht und ignoriert die Mehrheiten. In zwei Sitzungen hat der Ortsvorstand Ausschlussanträge beschlossen und an den Kreisvorstand geleitet. Die Mitglieder haben in geheimer Abstimmung deutlich gemacht, dass auch sie die Weiterleitung der Ausschlussanträge wünschen. Herr Pols reißt in Versammlungen lautstark das Wort an sich und unterbricht die Redner. Lernt man das in Berlin? Er setzt sich anschließend mit den „Unabhängigen“ in die Kneipe und kehrt dem anwesenden Ortsvorstand den Rücken zu.Einige Mitglieder murrten: „Wir dachten, die Diktatur hätten wir vor 20 Jahren hinter uns gelassen.“ Längst spricht man auf der Straße von „Geklüngel“.
Herr Pols verbeißt sich in angebliche Fehler anderer und in eine einzige Person. Ralf Makagon vertritt jedoch die mehrheitliche Meinung und hat Vorstand und Fraktion hinter sich. Er wurde von den Mitgliedern im Amt bestätigt. Zahlen lügen nicht, Herr Pols! Abstimmungen sind ein demokratisches Mittel zur Entscheidungsfindung. Wir fordern Sie auf, unsere Meinung nicht immer wieder als manipuliert hinzustellen. Wir sind ein starker Ortsverband und eine Veränderung zum Positiven verdient auch Anerkennung. Wir sind mündige Bürger und hoffen, dass die demokratische Entwicklung endlich nicht mehr von der Kreis-CDU unterbunden wird.
Sören Vogt
Stiepelse
„Hoffentlich ohne Herrn Makagon“
Gut zu wissen, dass das Possenspiel um Ralf Makagon auf der Jahreshauptversammlung des CDU-Ortsverbandes Amt Neuhaus ein Ende gefunden hat, sonst wäre der seit Monaten andauernde Streit zwischen den Mitgliedern noch lange so abstoßend weitergegangen.
Der bisherige Ortsvorsitzende Ralf Makagon, dessen überraschende Wahl zum Bürgermeisterkandidaten Auslöser für Zank und Streit war, hat mit seiner Ankündigung, zurücktreten zu wollen, einen Schritt in die richtige Richtung getan. Immerhin ist Herr Makagon maßgeblich daran beteiligt, dass die Christdemokraten im Amt Neuhaus ihren Status als Volkspartei bei den Wählern verloren haben und die nächsten Jahre als 20-plus-x-Splitterpartei verlorenes Vertrauen mühevoll zurückgewinnen müssen – hoffentlich für immer ohne Herrn Makagon.
Albert Alten
Wernigerode
Streit um weiteren Elektromarkt im Ilmenau-Center 2
Bericht und Leserbriefe in der LP
„Wir wollen in der Innenstadt einkaufen“
Als geborene Hamburgerin bin ich in Lüneburg aufgewachsen und liebe diese Stadt. Was mich allerdings schon lange traurig macht, ist der Wandel in der Innenstadt. Wo bleiben unsere kleinen Fachgeschäfte mit kompetenter Beratung, mit gutem Angebot für den Verbraucher? Immer mehr Läden schließen. Wir hatten gute Fachgeschäfte – für Textilien (so gut wie weg), für Radio, Fernsehen, Elektronik (gerade noch eins, soll das auch noch weggegrünt werden auf die Wiese?), für Werkzeug, Wohnbedarf etc. (noch eins), Schuster, Schneider, Reparaturen aller Art (wo?). Andererseits haben wir für junge Leute ein reichliches Angebot an Textilien, Elektronik etc.Nein, Lüneburg muss wieder bunter werden, attraktiver – und das für jedes Lebensalter! Wir haben sehr viele Touristen in Lüneburg, die sich nicht nur unsere schöne Stadt anschauen wollen, sondern auch mal einkaufen möchten, gemütlich Kaffee trinken oder in ein Wein- und Bierstübchen schlendern – aber wo? Wir wollen in unserer Stadt einkaufen und nicht auf die grüne Wiese fahren müssen. Ich glaube, mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine da.
Gabriele Welle
Lüneburg
Opposition im Lüneburger Rat bläst zur Attacke
LP vom 25. Januar
„Millionen für Protzbauten“
Egal, ob fünf oder fünf Millionen Euro: Die Verwendung vorhandener Haushaltsgelder ist nicht so sehr eine Berechnungsfrage, vielmehr Frage des politischen Willens, sprich: der Parteien. Grüne und SPD bauen da um, gemäß der ausgehandelten Präferenzen. So wird der Bauwut des Oberbürgermeisters uneingeschränkt Rechnung getragen und das alte Konzept des Sozial- und Jugendfürsorgeabbaus in Sachen Jugendzentrum Mitte (Katzenstraße/Münze), Stadtjugendpfleger und Streetworker in Kaltenmoor weitergetrieben. Beides wird von Jugendverbänden, dem ehemaligen AWO-Streetworker und von der linken Opposition als kontraproduktiv und unverantwortlich kritisiert. Zurecht! Haben wir etwa keine Jugendprobleme in der City und auf den Straßen Kaltenmoors? Kaffeetafeln für das Selbstwertgefühl und Anlern-Lehrgänge für zunächst billige Hilfskräfte auf dem engen unterbezahlten Altenpflege-Arbeitsmarkt sind da kein Ersatz. Auch verwundert die Hartnäckigkeit, mit der man sich gegen einen Mittagstisch für Arme sperrt, wo fast jede Kleinstadt die bittere Notwendigkeit der Versorgung mit warmer Nahrung für ganz arme und alte Mitbürger eingesehen hat.
Aber die Handschrift von „Rot-Grün“ ist eben keine soziale! Nicht einmal einen, vom Land eigentlich angeforderten, Mietspiegel zur Anpassung der Wohnungsbeihilfen für Hartz IV soll es geben – aus „Geldmangel“! Da frage ich mich, warum Millionen für Protzbauten immer weiter fließen müssen? Fördermittel sind doch nur Köder zur Subventionierung der Baubranche. Diese Zuzahlungen können wir uns sparen. Wer wenig Geld hat, kauft doch nicht zehn Kisten Cola, bloß, weil es eine elfte gratis dazugibt!
Jobst H. Müller
Lüneburg
Streit um den Erhalt des
Lüneburger Flugplatzes
LP vom 1. Februar
„Das ist mir schleierhaft“
Antwort auf den Leserbrief von Klaus Freytag („Pech mit Umfragen“): Wie man in 25 Minuten vom Flugplatz Uelzen nach Lüneburg kommt, ist mir schleierhaft. Es sei denn, dass man die ganze Strecke mit Vollgas „durchbrettert“ und keine Geschwindigkeitsbegrenzungen – weder durch mehrere Ortschaften (50 km/h) noch auf den Landstraßen (70 bis max. 100 km/h) – kennt. Oder es sei denn, dass man bereits die A 39 einkalkuliert hat.
Ulrich Schwiers
Bardowick
„Anwohner sprechen sich für Flugplatz aus“
Es ist schon interessant, welche Argumente Herr Freytag, der sich in mehr als 2000 Metern Entfernung vom Flugplatz noch von Fluglärm gestört fühlt, ins Felde führt.Wenn er den Weg vom Flugplatz Uelzen nach Lüneburg in 25 Minuten zurücklegen würde, hätte er wahrscheinlich keinen Führerschein mehr, denn einschlägige Routenplaner geben hier 40 Minuten an. Der Flugplatz liegt bei Barnsen und nicht in Uelzen. Übrigens: Der Uelzener Flugplatz ist nach Auskunft des Vorstandes des dortigen Vereins nicht in der Lage, den Lüneburger Verkehr zu übernehmen. Er wird wie der Lüneburger Flugplatz ehrenamtlich betrieben. Warum lassen sich Geschäftsleute denn nach Lüneburg oder von Lüneburg fliegen? Wahrscheinlich, weil sie nicht so viel Zeit übrig haben wie Herr Freytag und nicht stundenlang im ICE sitzen wollen. Und, Herr Freytag, auch wenn Sie es nicht wahrhaben wollen, diese Flüge finden trotzdem statt. Diese Flüge würden auch in dieser Jahreszeit stattfinden, wenn die Ertüchtigung, die Oberbürgermeister Mädge nach dem Aus für die Asphaltbahn angekündigt hatte und die bis vor zwei Wochen noch auf den Internetseiten der Hansestadt Lüneburg zu finden war, erfolgt wäre. Warum ist diese Seite plötzlich verschwunden? Die Tatsache, dass der Flugbetrieb im Winter stark eingeschränkt ist, taugt als Argument gar nichts. Die Elbfähren stellen wegen Eisgangs den Betrieb ein. Würden Sie diese auch als unnötig darstellen? Grober Unfug.Hätte Herr Freytag die Petition auf der Internetseite des Luftsportvereins Lüneburg richtig gelesen und begriffen, hätte er die Kommentare von langjährigen Anwohnern gefunden, die wesentlich dichter am Flugplatz wohnen als er und die sich für den Flugplatz aussprechen und das Ansinnen seiner Bürgerinitiative für abwegig halten. Oder die Bemerkungen von Funktionsträgern der Grünen von außerhalb, die sich vehement für den Erhalt des Platzes aussprechen. Auf jeden Fall wären die meisten Mitzeichner der Petition von einer Schließung des Landeplatzes Lüneburg mehr betroffen als er und etliche Mitglieder seiner Bürgerinitiative es vom Lärm der in Lüneburg startenden oder landenden Flugzeugen sind. Nehmen Sie endlich die Ergebnisse der gutachterlichen Messungen aus dem letzten Jahr zur Kenntnis. Es gibt keinen unzumutbaren Fluglärm in Lüneburg.
Karsten Albrecht
Melbeck
Zum Umgang mit der Partei „Die Linke“
Diverse Presseberichte
„Verteufelung der Linken muss aufhören“
Die übliche Verteufelung des verdienten Sozialdemokraten Oskar Lafontaine und seiner Partei muss ein Ende haben. Eine linksliberale Wählermehrheit gab es schon, als die Kanzlerin auf fragwürdiger Basis ihr Amt antrat. Die Zeiten ändern sich – das Urgestein der CDU, Heiner Geißler, ist längst bei Attac unterwegs!Die Linkspartei endlich aus der Schmuddelecke zu holen und ins Regierungshandeln einzubinden, böte eine echte Chance, den jahrelangen Reformstau auf allen Gebieten der gesellschaftlichen Realität aufzubrechen, um der Zukunft des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden.
Es geht, wohlgemerkt, um verfassungsmäßige, aber notwendige Veränderungen auf dem Boden des Grundgesetzes. Die Linke wird dabei, wie seinerzeit die Grünen, etliche politische Kröten schlucken müssen.
Jörg-Harald Garbers
Lüneburg
„Stadtrat der Linken hat ganz recht“
Da hat der Vertreter der Linken im Lüneburger Stadtrat schon ganz recht. In unserer Parteiendiktatur bedienen sich die viel zu zahlreichen politischen Amtsträger immer schamloser zu Lasten der Steuerzahler. Vor allem die anscheinend wehrlosen Rentner werden dabei zur Kasse gebeten. Man mag zu der Partei der Linken stehen, wie man will; jedenfalls ist es die einzige Partei, deren Vorsitzender öffentlich und deutlich erklärte, dass den Rentnern zumindest ein Inflationsausgleich gewährt werden müsse. Würde dies für die vergangenen zwölf Jahre umgesetzt, dann müssten die Renten um etwa 25% erhöht werden. In dieser Höhe haben schließlich die Regierungen Schröder und Merkel in diesen Jahren die Rentner um ihre Realrente gebracht.
Dass viele Rentner die beteiligten Parteien immer noch wählen, das verstehe, wer will!
John W. Passmann
Rehlingen







