Lüdersburg. Bereits vor einem Jahr sprach der selbstbewusste Golfer Sascha Schmidt vom G&LC Schloss Lüdersburg im Lünepost-Interview von seinem Traum, ein Profi-Golfsportler zu werden. Spätestens nach seinem Sensationssieg bei den Internationalen Lettland Open in Riga Anfang August steht für den 19-jährigen Rullstorfer fest: „Ich gehe als Profi auf Tour!“ Wann das ambitionierte Talent als Profi abschlägt, puttet und chippt, liegt auch in den Händen seines Vaters Kai, der seinen Sohn als Manager betreut: „Ab Herbst wird Sascha Golfprofi, damit er ab Januar 2011 auf der EPD-Tour in der Türkei, in Marokko, Dänemark und Deutschland teilnehmen kann. Ich kümmere mich um das gesamte Organisatorische,
damit Sascha den Kopf für das Golfspiel frei hat“, erklärt der Vater. Schmidt Senior ist überzeugt, dass die Zeit reif ist für einen Karrierestart als Profi: „Saschas spielerischer Fortschritt in dieser Saison ist laut Trainer Bruce McAlister der größte in der gesamten Zeit, seit er Golf spielt. Schwungtechnisch und spielerisch hat Sascha alle notwendigen Voraussetzungen, um im Profigeschäft erfolgreich zu sein.“ Ein ganz entscheidender Faktor ist die fortgeschrittene Reife des Youngsters: „Mental hat er ebenfalls große Fortschritte gemacht, was man an den Erfolgen bei den letzten Turnieren erkennen kann. Den immensen Druck, dem man bei der Teilnahme an Profi- und internationalen Turnieren ausgesetzt ist, verkraftet er ohne Probleme“, erzählt der Vater nicht ohne Stolz.
Denn nur so konnte er in Riga seinen größten internationalen Erfolg mit dem Gewinn der „Latvian International Amateur Open“ feiern. Im Baltikum gewann er mit fünf Schlägen Vorsprung und einem Gesamtergebnis von zwei über Par auf dem 6400 Meter langen Par-72-Kurs des Ozo-Golfclubs. „Im Final-Flight habe ich deutlich zu spüren bekommen, wie eisig das Klima unter den Spielern wird, wenn es um den Sieg geht“, so der überglückliche Sieger, der bei der Preisverleihung, die der lettische Präsidenten vornahm, neben einem Pokal auch eine 1 Kilo schwere Stange Sterling-Silber erhielt. Glänzend ist auch seine Handicap-Entwicklung: „Ich bin seit einigen Wochen Plus-Handicapper. Jetzt will ich schnellstens von +1,3 auf +2 aufsteigen.“ Professionell präsentierte Sascha Schmidt sich nur eine Woche nach dem Lettland-Triumph, als er bei den „Faldo Series Germany Championship“ in Bad Saarow mit einem hervorragenden zweiten Platz mit insgesamt zwei über Par aufspielte.
Die Planung für den Rest der Saison haben Vater und Sohn Schmidt so gut wie abgeschlossen: „Am 4. und 5. September stehen die Clubmeisterschaften in Lüdersburg an und vom 9. bis 12. September die Deutschen Meisterschaften in Gleidingen. Diesen Eintrag im Terminkalender hat sich Sascha bei einer spannenden Qualifikation als einer von 74 Teilnehmern erkämpft“, freut sich Vater Schmidt. Kostspielig ist das Tourleben auch: Auf 70.000 Euro schätzt man das Jahresbudget für EPD-Tourspieler. „Ohne Sponsoren ist so eine Saison am Anfang nicht zu realisieren“, weiß Kai Schmidt. Noch zahlt der Vater, und er freut sich, dass sein Sohn mit Leistung zurückzahlt.










