Lüneburg/Reppenstedt. Showdown im Titelkampf der 2. Volleyball-Bundesliga! Die Rückrunde hat die SVG Lüneburg (18 Spiele, 32:4 Punkte) mit nunmehr vier Siegen in Serie und dem Sprung an die Tabellenspitze erfolgreich gemeistert. Am Samstag, 4. Februar (20 Uhr), kreuzt jetzt der Titel-Topfavorit Titans Bergisches Land (16 Spiele, 28:4 Punkte) in der Gellersenhalle in Reppenstedt auf. Mit einem Heimsieg halten die langen Lüneburger Kerle den selbsternannten Meisterschaftsanwärter auf Abstand. Doch es ist auch möglich, dass der Höhenflug der SVG einen zwischenzeitlichen Absturz erleidet. Libero Jannis Koch, der im mit 2:3 Sätzen verlorenen Hinspiel nicht dabei war: „Ich bin sicher, dass die uns nicht nochmal unterschätzen und heiß darauf sind, uns zu beweisen, dass sie der Aufstiegsfavorit sind.“ Koch spricht weiter Klartext: „Mit einem Sieg für uns rechne ich nicht, aber zwei Sätze sind wieder drin.“ Der Libero freut sich auf die ausverkaufte Halle: „Die Titans werden sich freuen, mal vor einer ordentlichen Kulisse zu spielen“. Der Libero weilte diese Woche im Skiurlaub und nimmt daher „so lange auf der Bank Platz, bis Per-Ole Schneider zu viele Fehler macht“.
Das doppelte „Vorspiel“ am vorigen Wochenende mit dem Doppelspieltag in Braunschweig und Berlin hat die „Spielvereinigung Volleyball Gellersen Lüneburg“ zumindest schadlos mit zwei 3:1-Siegen überstanden – und das ohne einige Leistungsträger! So musste auch SVG-Kapitän Lars Pickbrenner, der nicht müde wird, den Wert der treuen und stimmungsvollen Zuschauer als Motivationshilfe hervorzuheben, am Sonntag passen, „weil ich für Klausuren an der Uni unbedingt noch einen Lerntag brauchte“. Am Samstag ist der in Hamburg „European Computer-Science“ Studierende natürlich dabei, so wie alle anderen – bis auf Olli Utermöhl, der noch mit Kniebeschwerden ausfällt. Pickbrenners Prognose: „Wuppertal ist auf jeden Fall nicht nur Favorit in der Meisterschaft, sondern auch in diesem Spiel. Für die geht es um alles in diesem Match, wir können da mit deutlich weniger Druck aufspielen. Aber wir hoffen natürlich vor allem durch die volle Halle mit Hexenkessel-Stimmung die Wuppertaler so gut es geht, zu ärgern.“
Wenn eine Überraschung gelingen kann, „dann sicher in eigener Halle“, hofft der Kapitän. Er erinnert an das Hinspiel: „Wuppertal hat bei unserer 2:3-Niederlage lange nicht das gespielt, was die eigentlich drauf haben – was auch ein Stück weit an uns lag, denn wir haben sie an dem Tag auch ganz gut unter Druck gesetzt mit Aufschlag und Block. Sollte das wieder gelingen, dann ist auf jeden Fall was drin für uns“. Doch die Trauben hängen hoch – auch im Sensationsfall, dass die SVG Lüneburg sportlich den Sprung in die 1. Bundesliga schaffen sollte. Im Oberhaus beträgt die Mindest-Deckenhöhe nicht wie bisher sieben, sondern neun Meter. Hartmut Deja, Präsident des MTV Treubund Lüneburg, Mitgliedsverein der SVG Lüneburg, dazu: „An der erforderlichen Deckenhöhe müsste es nicht scheitern, da unser Sportpark am Kreideberg über die erforderlichen Maße verfügt.“ Samstagabend verfügen Mannschaft und Klub über die Gewissheit, dass mit einem Sieg die Sensations-story fortgesetzt wird – so wie das Strecken nach der Decke!









