„Mein kleiner grüner Kaktus“ stach mir vorigen Samstag in meinen Hintern und so machte ich mich auf, um dem singenden Herrn Könnig, Anke Petersen am Klavier und Thomas Melchior am Grammophon zu lauschen. Nostalgische Melodien der 20er bis 40er Jahre standen auf dem Programm im Saal von Gasthaus Nolte. „Ohne Dich“ hieß ausgerechnet 1933 ein Hit der Comedian Harmonists, den Herr Könnig an diesem Abend für mich persönlich hätte singen sollte, denn es kam niemand mehr rein. Der Saal war restlos ausverkauft. Im bunten Publikum einige junge Leute, aber auch viele „Zeitzeugen“. Und nach einigen Schnappschüssen hieß es dann auch für mich: „Muss i denn, musss i denn zum Städele hinaus...“. Was mir in der eiskalten Nacht nicht leicht fiel.
Wer‘s härter mag, dem sei für kommenden Samstag, 30. Januar, ein Benefiz-Konzert zu Gunsten von Amnesty International (AI) in unserer Groß-Disse Garage empfohlen. 1st Take, Big Daddy, die Solebusters (feat. Sven Hoffmeister) und Kapelle Roxy werden dort ab 20 Uhr für den guten Zweck einheizen. Der Erlös (Eintritt nur 5 Euro) geht zu 100 Prozent an AI. Zudem kündigt sich in der Garage noch ein weiteres, mindestens ebenso hochkarätig besetztes Benefiz-Konzert an: am 21. Februar ab 18 Uhr für die Haiti-Hilfe mit den Bands Neugierig, What‘zz up, Achtung Baby, plus Peppones, Shity Beatles und Best of Luck im dortigen Nachtcafé. Ich halt‘ Euch auf dem Hörenden ...
Die Lüneburger Malerin Swantje Crone betreibt schon seit geraumer Zeit ihr neues Atelier nicht mehr Auf der Altstadt, sondern im Hinterhof der Koltmannstraße 11. In einem historischen Saal, der einst als Behelfssynagoge diente. Derzeit arbeitet sie dort u. a. an einem Zyklus, der 24 bekannte Lüneburger zeigen wird, die nicht nur gemalt, sondern zugleich auch noch fotografiert werden. Ich freue mich schon auf die entsprechende Ausstellung, für die ich ihr die künftige Kunstgalerie im demnächst neu eröffnenden Hotel Altes Kaufhaus empfahl.
Leicht hüsteln musste ich, als ich vorige Woche vom Streit zwischen „HeideWorld“ und Lüneburger Stadtmarketing las. HeideWorld-Chef Reiner Eisenberg sprach darin von Geldverschwendung und von Lüneburger Sturheit. Von „Geld verpulvern“ war gar die Rede, weil es zwei konkurrierende Gastgeberkataloge gibt. Aber sollen wir den unsrigen und gut funktionierenden Gastgeberkatalog und damit ein wichtiges Standbein der Lüneburger Marketing-Strategie bzw. GmbH deshalb aufgeben?
Zudem will ich persönlich anmerken, dass ich es für eine Idiotie halte, einen derart bekannten Namen wie „Lüneburger Heide“ in ein beliebiges „HeideWorld“ umzuwandeln. Denn Heide beschreibt lediglich eine Landschaftsform, die vielerorts zu finden ist. Von Irland bis Schottland und sonst wo. Die „Lüneburger Heide“ gibt‘s jedoch nur einmal. Dieses Alleinstellungsmerkmal zu ändern, ist so klug, als würde man aus Nivea „New Wella“ machen. „HeideWorld“ klingt nach Freizeitpark und Snow Dome, nach Vogelpark und Kart-Bahn. Alles starke Attraktionen in der Lüneburger Heide. „HeideWorld“ (wo isse denn?) klingt aber auch nach sinnentleertem Begriff, der zur geldentleerten Kasse passt. Denn ausgerechnet der so kritische Herr Eisenberg bzw. der von ihm repräsentierte Wirtschaftsverein musste seinen vertraglich zugesicherten Gesellschafterbeitrag zur HeideWorld von 150.000 Euro auf 50.000 Euro reduzieren. Also: „Come to the Heide World, where ever it is.“ Und bring Geld mit, denn nur darum geht‘s.








