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Freitag,
03. Sep. 2010
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Statt-Gespräch: Der Verkehr steiht, aber de Elv geiht

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Eiswette-4Geiht oder steiht die Elv?“ Am Wochenende hätten viele Unkundige diese Eiswette mit „De Elv steiht“ beantwortet, aber damit falsch gelegen. Es trieben zwar jede Menge Eisschollen im Fluss, aber er floss. Nur der Verkehr stand. Der Bus, der die Feierwilligen von Neu Darchau nach Darchau kutschieren sollte, brauchte für die Strecke rund eineinhalb Stunden. Und auch beim anschließenden Festakt im Café Rautenkranz fehlten einige Eiswetter wegen des Schietwetters. Die wetterfesten Jungs der Band Riverside Gang hatten sich jedoch durchgeschlagen und sorgten für heißgeklatschte Hände und warmgetanzte Füße

 

Wer bei diesem Dauerfrost lieber „heiße“ Bilder aus der Karibik bestaunen will, dem seien die „Bilder einer Kubareise“ des Lüneburger Fotografen Axel Meyer empfohlen. Zu sehen im Kunst- & Modehaus Aust in der Straße Am Berge, vis-à-vis der Rasiererzentrale.

In der Kneipenszene sind die derzeitigen Schnee- bzw. Straßenverhältnisse ebenfalls zu spüren. Kein Wunder, dass die Gerüchteküche kocht, „wer als nächster aufgeben Wirt“. Für die inzwischen geschlossene Weinlaube im Schröderhof scheint jedoch schon ein Nachpächter gefunden zu sein. Immobilienbesitzer Bernd Püchert hat eigens sein Domizil im sonnigen Florida verlassen, um hier vorigen Freitag die neuen Verträge mit dem Nachfolger von Ex-Wirt Siggi Dreyer zu unterzeichnen. Vom FC Hansa wurde ich dagegen gefragt, ob ich nicht einen fähigen Menschen als kommenden Wirt fürs Wilschenbrucher Vereinsheim nennen könne. Selbst wenn ich‘s könnte, welche Vertragslaufzeit sollte ich ihm denn anbieten?

Die neuen Betreiber von „Das Bootshaus“, der Ausflugsgaststätte direkt an der Ilmenau bzw. am Melbecker Campingplatz (siehe auch Seite 8), können vom derzeitigen Dauerschneefall offensichtlich nicht genug kriegen und laden für kommenden Samstag bei freiem Eintritt zum „Winterzauber“ mit Live-Musik ein. Da muss ich wohl auf Skiern hin.

Feste gefeiert wurde allen Widrigkeiten zum Trotz am Samstag im Hotel Seminaris. Der Handelsball rollte im Ballsaal. Die VIPs der Kaufmannschaft kündigten dabei an, dass sie für die VIPjammerparade der nächsten Kieler Woche selber einen Segler chartern wollen. Warum nicht unseren Salz-Ewer, der seit Monaten am Stintmarkt vor sich hin dümpelt? Das hätte Gesicht und Werbewirkung!

Die Mitarbeiter der GfA leisten derzeit Schwerstarbeit. Durch Eisberge ist an viele Abfalltonnen gar nicht erst heranzukommen. Dass für den Behälterservice für Altpapier nun seit Jahresbeginn 16,20 Euro berechnet werden, hat damit wohl wenig zu tun. Erinnern wir uns an den Kampf der GfA ums Altpapier mit dem Privatentsorger Remondis. Ein paar hunderttausend Euro hat sich die GfA den Kampf angeblich kosten lassen. Damit hat man die Katze im Sack gekauft und nun festgestellt, dass im Sack nicht mal ‘ne Katze drin ist.

Zum Schluss mein Dank an unseren Bundesminister für Äußerstes, Dr. Guildo Meisterwelle. Der will nun afghanische Taliban-Aussteiger mit „Ablösegeldern“ befrieden. Wir zahlen also dann künftig neben „Soli“ auch noch einen „Tali“. Ich habe gleich an unser Ministerium geschrieben, dass ich gegen geringes Entgelt bereit wäre, den Taliban erst gar nicht beizutreten. Antwort hab‘ ich noch keine.

 
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