Ab 11. Oktober: 13 Euro pro Abstrich

Erst zahlen, dann Stäbchen: Zum 11. Oktober endet die Zeit der kostenlosen Bürgertests. Auch beim ASB und DRK an den Sülzwiesen muss künftig bezahlt werden. Foto: be/nh

Maske runter, Stäbchen rein bis es kribbelt, Maske wieder rauf, 15 Minuten warten – fertig. So liefen Corona-Schnelltests in den vergangenen Monaten an den vielen verschiedenen Teststationen. Das Prozedere war simpel, die Analyse war für den Getesteten kostenlos. Die Kosten übernahm der Bund. In der Folge explodierte die Zahl der Testzentren förmlich – und nicht jeder Anbieter war seriös.

Nun ändert sich einiges: Ab dem 11. Oktober sind Corona-Schnelltests nicht mehr kostenfrei. Mit dieser Vorgabe wollen Bundes- und Landespolitik die immer noch verbesserungswürdige Impfquote erhöhen. Um die Pandemie zuverlässig und langfristig einzudämmen, müssten laut Experten deutlich über 80 Prozent der Bevölkerung geimpft sein. In Deutschland stagniert die Zahl jedoch bei unter 70 Prozent – also wird der Druck auf die Ungeimpften u. a. mit dieser Maßnahme erhöht. Ob dieser Plan aufgeht?

Beim Deutschen Roten Kreuz und beim Arbeiter-Samariter-Bund, den größten Betreibern von Corona-Testzentren im Raum Lüneburg, rechnet man zum Stichtag 11. Oktober mit einem drastischen Rückgang der Tests. Und zwar nicht, weil die Impfungen zunehmen, sondern weil viele die Kosten vermeiden wollen. 13 Euro kassieren die Verbände künftig pro Test. Bezahlt wird kontaktlos.

Die Angst vor Fälschungen ist groß – bei Testergebnissen, aber auch bei den ärztlichen Bescheinigungen für Gratis-Tests. Denn einige müssen auch künftig nichts für den Abstrich in Nase oder Mund zahlen: Kinder und Jugendliche, Geimpfte, Schwangere oder vom Arzt befreite Patienten werden weiterhin gratis getestet.

Mehr zu den kostenpflichtigen Tests lesen Sie in der Lünepost vom 2. September 2021.