Pauken oder protestieren?

Lüneburg. „Kinder an die Macht“, sang einst Herbert Grönemeyer. Und auch Udo Lindenberg setzt bei seinem neuen Song auf das Engagement der Kinder: „Komm wir ziehen in den Frieden. Wir sind mehr, als du glaubst. Wir sind schlafende Riesen. Aber jetzt stehen wir auf.“

Und die Kinder stehen auf und gehen seit einiger Zeit immer freitags auf die Straße – bei der „Fridays for future“-Demo.

Ins Leben gerufen wurde diese Protestaktion von der schwedischen Schülerin Greta Thunberg, die seit einigen Monaten immer freitagmittags die Schule schwänzt, um für eine bessere Klimapolitik zu protestieren. Seit einigen Wochen finden auch in Lüneburg freitags ab 12 Uhr Demos statt. „Zu Anfang waren es überwiegend Studenten, jetzt sind auch Schüler dabei“, sagt Mitorganisatorin Lisa Steinwandel. Auch am kommenden Freitag, 22. Februar, soll wieder demonstriert werden – während der Unterrichtszeit.

Sollen Eltern ihren Kindern erlauben, dem Unterricht fernzubleiben? „Ich fände es natürlich besser, wenn die Demo nach der Schulzeit wäre. Dennoch halte ich diesen Protest für wichtig und richtig“, sagt Susanne Marks. Sie entschuldigt ihre Tochter in der Schule, damit die 12-Jährige mitdemonstrieren kann.

Was Politikerinnen meinen, die selbst Kinder haben, und was die Landesschulbehörde sagt, steht in der Lünepost vom 16. Februar.