Lüneburgs Taxifahrer haben die Nase voll: Schon heute machen ihnen große Mietwagenunternehmen das Leben schwer. „Amerikanische Unternehmen wie ‚Uber‘ drücken die Preise am Markt, kleine Familienbetriebe können da nicht mithalten“, meinen einige.

Und sie befürchten, dass es noch schlimmer wird: Verkehrsminister Andreas Scheuer plant nämlich eine Gesetzesänderung. Zwar soll die Tarifpflicht für Taxen damit wegfallen, sodass sie ihre Preise genau wie andere Fahrdienstanbieter variieren können – doch wozu führt das?
Taxi-Unternhemer Sebastian Glor aus Lüneburg sagt: „Ich halte das für Blödsinn. Oma Gretchen, die regelmäßig vom Sande mit dem Taxi nach Hause fährt und dafür 5,70 Euro bezahlt, soll sich sicher sein können, dass sie für diesen Preis auch nach Hause kommt und nicht plötzlich das Doppelte zahlen muss, nur weil wir Regen kriegen und die Nachfrage nach Taxen steigt.“

Verlässliche Preise und Standards, dafür treten Taxiunternehmer und -fahrer aus der Hansestadt ein. Denn sie fürchten, dass vor allem kleine Taxi-Unternehmen nicht lange mithalten können, wenn es zum Preis-Dumping kommt. Sie haben Angst um ihre Existenz.

Warum, das erzählen wir in der Lünepost am 6. April 2019