Berlin. Große Freude bei den Lünepost-Redakteurinnen Meike Richter und Simone Steinbrenner: Für ihre Porträts von Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind, wurden die beiden am Donnerstag in Berlin mit dem „Durchblick“-Preis ausgezeichnet. Ihre im „Brustkrebs-Monat“ Oktober 2021 in der LP erschienenen Geschichten beeindruckten die Jury des Bundesverbands Deutscher Anzeigenblätter (BVDA) nachhaltig.

„Mut braucht Vorbilder. Und diese liefert die einfühlsam geschriebene Artikelserie von Meike Richter und Simone Steinbrenner.“ Mit diesen Worten begründete die Jury des Bundesverbandes am Donnerstagabend in Berlin die Vergabe ihres Journalistenpreises „Durchblick“.

Meike Richter und Simone Steinbrenner sind Redakteurinnen der Lünepost – und sie erhielten die Auszeichnung für „die beste journalistische Leistung“ des Jahres 2021. Vor knapp 150 Verlegern und leitenden Mitarbeitern von Anzeigenblättern aus ganz Deutschland wurden die „Durchblick“-Preise im Rahmen der Frühjahrstagung des Verbandes in der Hauptstadt verliehen.

Nach mehreren Nominierungen für die renommierte Auszeichnung in den vergangenen Jahren ist es der erste 1. Platz für die LP. Redakteurin Steinbrenner und Produktleiter Jan Beckmann, er vertrat auf der Bühne die erkrankte Meike Richter, nahmen den Preis im Hotel Titanic entgegen.

Richter und Steinbrenner hatten im vergangenen Jahr im Rahmen des „Brustkrebs-Monats Oktober“ zwei Frauen porträtiert, die an Brustkrebs erkrankt sind bzw. waren. Über ein Jahr begleiteten die beiden ihre Protagonistinnen. Sie waren dabei, als Karolina K. ihre Chemotherapien absolvierte und ihr die Haare ausfielen, sie sprachen stundenlang mit Regina F., warfen einen Blick in ihr schonungsloses Krebs-Tagebuch – und sie stehen auch weiter mit den beiden in Kontakt.

„Karolina zum Beispiel war vor der Preisverleihung aufgeregter als ich selbst“, berichtet LP-Mitarbeiterin Simone Steinbrenner. „Ich freue mich total – darauf stoßen wir bald an“, schickte die alleinerziehende Mutter direkt nach der Preisverleihung ihre Glückwünsche über die sozialen Medien nach Berlin. Karolina K. steckt immer noch mitten im Kampf gegen den Krebs, mehr als ein Dutzend OPs hat sie bereits hinter sich. Dabei hat sie ihren Lebensmut und ihre Zuversicht nie verloren. „Das beeindruckt mich jedes Mal wieder, wenn wir uns treffen“, erzählt die LP-Redakteurin.

„Eine große Leistung der beiden Autorinnen ist es, ein tiefgehendes Vertrauensverhältnis zu den Krebspatientinnen aufgebaut und ihnen geholfen zu haben, mit der Sichtbarmachung ihres persönlichen Schicksals anderen Menschen in solch existenziellen Notlagen Mut zu machen“, lobte BVDA-Geschäftsführer Dr. Jörg Eggers die Artikelserie der Lünepost in der Laudatio.
Nicht nur die Jury des „Durch-blick“-Journalistenpreises, auch die Kollegen aus der Branche zeigten sich beeindruckt: „Viele haben mir danach zu unseren Stories gratuliert und von ihrem persönlichen Schicksal berichtet“, erzählt die Reporterin. „Das zeigt mir wieder: Krebs wird immer noch tabuisiert – dabei ist die Krankheit mitten unter uns.“

Was ihre Worte unterstreicht: Gleich um die Ecke vom Tagungsort in der Hauptstadt kämpfen jeden Tag in den Kliniken der Charité Betroffene gegen ihren (Brust-)Krebs.