Lüneburg. Eins ist sicher: So hell und strahlend wie in der Vergangenheit wird es dieses Jahr zur Vorweihnachtszeit nirgendwo. Aufgrund der explodierenden Strom- und Gaskosten verbieten sich opulent beleuchtete Weihnachtsmärkte und Illuminationen, wenn sie nicht schon gesetzlich untersagt sind.

Doch für Lüneburg gibt es einen Lichtblick, denn: Die Hansestadt wird „Gemüt-Licht“. Unter dieses Motto haben Verwaltung, Stadtmarketing, Händlervereinigung, Gastronomen und Weihnachtsmarktbeschicker die diesjährige Adventszeit gestellt. „Wir müssen und wollen Energie sparen, aber wir dürfen den leidenden Handel nicht noch mehr leiden lassen“, sagt Heiko Meyer als Vorsitzender des Lüneburger City-Managements (LCM). In gemeinsamer Runde hat man sich daher schnell auf alternative und ressourcenschonende Maßnahmen geeinigt. Insgesamt zwölf Weihnachtsmärkte wird es in der Stadt geben, überall mit deutlich reduzierter und zeitlich eingeschränkter Beleuchtung. Die Betreiber von Glühweinbuden stellen auf sparsame LED-Lampen um und nutzen statt stromfressender Glühwein-Boiler erstmals Durchlauferhitzer, Gastronomen verzichten freiwillig auf Heiz­pilze auf den Außenflächen.

Lüneburg Marketing GmbH und LCM wollen zumindest kleine leuch-tende „Knotenpunkte“ schaffen, wie LMG-Chefin Melanie-Gitte Lansmann erklärt: „Die Stadt muss für den Handel und den Tourismus attraktiv bleiben und die Leute müssen sehen: Da ist nicht alles dunkel.“ Weil die Aktion „Giebel im Licht“ wegfallen wird, sollen an rund zwei Dutzend Standorten Tannen mit nachhaltiger Beleuchtung aufgestellt werden. Nachhaltig heißt in dem Fall, dass die Akkus der Lichterketten mit Strom aus Solaranlagen geladen werden. Auch Rahmenprogramm mit Konzerten vor und Theater im Rathaus soll es in der Vorweihnachtszeit geben. Citymanager Mathias Schneider fasst das Programm passend zusammen: „Es wird so schön wie immer, nur anders.“