Lüneburg. Neugierige Gesichter, wohin man schaute, launige (manchmal auch etwas lange) Reden, lokale Liveauftritte und viele beeindruckte Besucher gab es am frühen Freitagabend an der Lüner Rennbahn. Nach sieben Jahren Planungs- und Bauzeit und ebenso langen politischen Diskussionen feierte der Landkreis Lüneburg mit 800 geladenen Gästen die Eröffnung der LKH-Arena.

„Die Arena brummt”, witzelte Moderator Dirk Böge, nachdem Landrat Jens Böther bei seiner Rede von der surrenden Lüftungsanlage einmal kurz aus dem Konzept gebracht worden war. Es war der einzige Fauxpas einer ansonsten gelungenen Veranstaltung. „Von Lüneburgern, für Lüneburger“ lautete das Motto der Arena-Eröffnung – und wie viel die Region kulturell und sportlich zu bieten hat, zeigten klangvoll die Lüneburger Symphoniker sowie artistisch die Seilsprung-Künstlerinnen der „Funny Skippers“.

Dass in Sachen Arena nicht immer alles gut gelaufen ist in den vergangenen Jahren, der Bau viel teurer wurde als geplant, vergaßen weder der Landrat, noch die anderen Festredner.

Heiner Luhmann, Samtgemeindebürgermeister von Bardowick und Sprecher seiner Amtskollegen im Landkreis, rechnete mit einem Augenzwinkern vor, wie man ab sofort in die Zukunft blicken sollte: Denn heruntergerechnet auf die 180.000 Einwohner des Landkreises koste die 28,5 Millionen Euro teure Arena jeden einzelnen Bürger in den kommenden 30 Jahren gerade einmal 60 Cent pro Monat.

Zum Abschluss der Einweihung übergaben Architekt Herbert Buddelmeyer und Landrat Böther den symbolischen Hallenschlüssel an Arena-Geschäftsführerin Sigrid Vossers und Dienstleister Klaus Hoppe. Der lud gleich zur nächsten Party ein: Diesen Samstag, 30. April, steigt beim „Tanz in den Mai“ die erste öffentliche Veranstaltung. 1300 Tickets sind schon verkauft – „100 alleine während der Eröffnung“, freute sich Hoppe. Die Arena brummt …