Lüneburg/Adendorf. Das ist traurig für die Kunden und für die Geschäftsleute in Adendorf: Der für den 4. Oktober geplante verkaufsoffene Sonntag an der B 209 wurde abgesagt. Den Grund nennt Ordnungsamtleiterin Sandra Eddelbüttel: „Bei uns in Niedersachsen dürfen verkaufsoffene Sonntage nur in Verbindung mit Veranstaltungen stattfinden.“ Und der Herbstmarkt, Anlass für den Sonntag im Oktober, fällt wegen der Pandemie aus.

Eins der betroffenen Geschäfte ist Möbel Schulenburg. „Der verkaufsoffene Sonntag hätte uns gutgetan nach der fast zweimonatigen Schließung im Frühjahr“, sagt Geschäftsführer Dirk Nagel, doch er zeigt auch Verständnis: „Wir möchten ja nicht zu einem Corona-Hotspot werden!“

Noch Anfang Juli machte Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) einen Vorstoß, die verbleibenden verkaufsoffenen Sonntage in diesem Jahr ohne Anlass zu ermöglichen. Er scheiterte jedoch u. a. am Widerstand der Gewerkschaft Verdi sowie der Kirche. Ende Juli einigte man sich dann auf einen Kompromiss: Jede Gemeinde darf insgesamt vier Sonntage verkaufsoffen halten, auch wenn es bis jetzt noch keinen einzigen gab. Und der Anlass können jetzt auch kleinere Veranstaltungen sein. Ob der nächste verkaufsoffene Sonntag in Adendorf, der für den 8. November geplant ist, steigen kann, weiß auch Sandra Eddelbüttel noch nicht. Sie hofft, dass es klappt: „Das wäre gut für Adendorf und die Geschäfte!“

Auch in Lüneburg brach der Anlass für den nächsten Shopping-Sonntag weg. Der ist aber wohl nicht in Gefahr. Wann der nächste verkaufsoffene Sonntag steigen wird und was geplant ist, lesen Sie in der aktuellen Lünepost vom 5. September.