Bäume an der Bahn sollen weg

Endstation: Dieser Baum, geknickt vom Orkan „Xavier“, stoppte einen metronom-Zug zwischen Hittfeld und Klecken. Beide Gleise waren blockiert, die Oberleitung beschädigt. Foto: metronom

Landkreis. Bäume auf den Gleisen, Züge fallen aus, Bahnkunden sind sauer. Jedes Jahr, wenn die großen Herbststürme wie zuletzt „Xavier“ aufziehen, dasselbe Bild. Björn Pamperin, Pressesprecher des Uelzener Eisenbahnunternehmens metronom, hat die Nase voll: „Das ist ein untragbarer Zustand!“

Er fordert die Einrichtung eines „runden Tisches Grünschnitt“, an dem alle Beteiligten besprechen, wie man einen zuverlässigen Eisenbahnverkehr auch bei Sturm gewährleisten kann.

Denn für den Zustand der Gleisanlagen ist nicht der Pächter metronom zuständig, sondern der Eigentümer und Betreiber der Gleisanlagen, die DB Netz AG, eine Bahn-Tochter. Sie allein darf reparieren.

Das Problem, so Pamperin: „Den Interessen der Eisenbahngesellschaften stehen häufig die Interessen des Natur- und Umweltschutzes entgegen, denn Grünschnitt an den Bahnanlagen bedeutet auch, vom Umsturz bedrohte Bäume zu fällen. Aktuell kann die DB Netz AG den notwendigen Grünschnitt teilweise aber gar nicht vornehmen, weil Umweltauflagen das Fällen von Bäumen verbieten.“

Pamperin fordert: „Die betroffenen Verkehrsunternehmen, die verantwortlichen Behörden, die Umweltschutzorganisationen und die DB Netz AG müssen einen Weg zu einer engeren Zusammenarbeit finden. Die Strecken müssen in einem Zustand sein, der jederzeit eine sichere, verlässliche und pünktliche Fahrt zulässt. Dazu gehört auch ein regelmäßiger und präventiver Grünschnitt entlang der Strecken. Die von Bäumen auf den Bahnbetrieb ausgehenden Gefahren müssen beseitigt werden!“

Mehr zum Thema steht in der LÜNEPOST vom 11. Oktober 2017.