Bauarbeiter statt Bräute im Elbschloss

Vier Männer packen an: Landrat Manfred Nahrstedt (v. l.), Bleckedes Bürgermeister Jens Böther, Architekt Gunnar Schulze und Carsten Junge von der Sparkassenstiftung zeigen alte und neue Kloster- und Tausteine für die Sanierung des Nordflügels vom Bleckeder Schloss. Foto: karo

Bleckede. „Vielleicht finden wir ja bei der Sanierung noch einen Goldschatz“ – diese Hoffnung äußerte Bleckedes Bürgermeister Jens Böther, als er Dienstagmittag, 5. Juni, zur Vorstellung der Sanierungsmaßnahmen des Nordflügels ins Elbschloss eingeladen hatte.

„Unwahrscheinlich“, meinte dazu trocken Architekt Gunnar Schulze, der mit seinem Büro mit der Durchführung der Sanierung beauftragt wurde.

Dabei ist ein Goldschatz für die Finanzierung der 1,75 Mio. Euro teuren Maßnahmen eigentlich nicht nötig. Sie ist weitgehend geklärt: Jeweils 400.000 Euro kommen aus der Städtebauförderung von Bund und Land, 400.000 Euro gibt die Stadt Bleckede selber dazu. Der Landkreis spendet 200.000 Euro, die Sparkassenstiftung legt noch einmal 300.000 Euro drauf. „Fehlen 50.000 Euro, aber da stehen wir mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Kontakt“, so Böther. Also alles in trockenen Tüchern – wenn nicht bei der Sanierung noch größere Schäden aufgedeckt werden.

Vor zwei Wochen war bereits der Startschuss für die Sanierungsmaßnahmen. Der gesamte Nordflügel ist bereits eingerüstet, im Dachgeschoss werden erste Abrissmaßnahmen vorgenommen.

„Hier waren bisher Büros, und die bleiben auch in gleicher Anzahl“, berichtete Schulze. Neu hinzu kommt eine Teeküche und der Aufzugbereich. Der neue Lift im Nordflügel wird eine der auffälligsten Neuerungen: „Damit sind wir auch in diesem Bereich barrierefrei“, so der Architekt. Sichtbar wird dies auch im Außenbereich durch ein Rampe, die zum Eingang führt. „Sehr filigran“, versprach Schulze.

Mehr zur Sanierung steht in der LÜNEPOST vom 6. Juni 2018.