Beister steigt
beim SC Lüneburg ein!

HSV-Fußballprofi Maximilian Beister soll beim neuen Fußballverein SC Lüneburg im Vorstand als 3. Vorsitzender neben seinem Vater Rainer und Präsident Hans-Otto Jurischka agieren. Foto: be

Lüneburg/Hamburg. Die LÜNEPOST hatte am 4. Januar exklusiv berichtet, dass in Lüneburg ein neuer Fußballverein im Anmarsch ist. Höchste Aufmerksamkeit herrscht seitdem vor allem, weil Bundesliga-Profi Maximilian Beister vom HSV als Sympathisant im Gespräch war.

Jetzt werden viele noch mehr ins Staunen geraten, denn Beisters ehemaliger Jugendtrainer beim VfL Lüneburg, Hans-Otto Jurischka, verkündete der LÜNEPOST am Freitag, 17. Januar, die Namen der Mitglieder des neuen Vorstands, den Vereinsnamen und die Spielstätte:

„Beim neuen Sport-Club Lüneburg von 2014 wird Maxi Beister das Amt des 3. Vorsitzenden bekleiden, sein Vater Rainer wird 2. Vorsitzender und ich mach‘ den 1. Vorsitzenden. Spielen dürfen wir auf der Anlage des Ochtmisser SV.“

Es ist eine absolute Seltenheit, dass ein aktiver Fußballprofi wie Stürmer Beister ein offizielles Vorstandsamt ausübt. Eine Aktion, die sicher auch überregional von sich reden machen wird – wie 1997 FCK-Torjäger Toni Polster, als er Präsident beim Kölner Kreisligisten SV Weiden wurde.

Wie kam es zur Gründung des FCL?  Jurischka: „Angeschoben haben die Jungs dieses Projekt einer neuen Vereinsgründung. Mein Sohn Tim hat mit Maxi und anderen Kumpels diese Idee immer fester gezurrt. Dann haben die Jungs Rainer und mich gefragt, ob wir den Vorstand dafür bilden wollen. Da wir von den Burschen voll überzeugt sind, auch charakterlich, haben wir nicht lange überlegen müssen.“

Hintergrund: Tim Jurischka (früher LSK- und HSV-Jugend, VfL Maschen, Altona 93, Eintracht Lüneburg, TuS Dassendorf) spielte von klein auf mit Maxi Beister in der Jugend des VfL Lüneburg zusammen. Jurischka Senior kann sich noch gut erinnern: „Beim Probetraining bei Werder Bremen hatten die damals 13-jährigen Tim, Maxi und Stefan Wolk, heute LSK-Oberligaspieler, vorgespielt. Da Werder Maxi abgelehnt hatte, wechselten Tim und Maxi gemeinsam zum HSV. Und Stefan ging zum LSK.“

Und noch eine Überraschung meldet der neue Verein: Ein ehemaliger LSK-Spieler soll bereits seine Zusage gegeben haben, im SC Lüneburg den Trainer-Posten zu übernehmen. Jurischka will den Namen aber noch nicht nennen. Wie die Lünepost erfuhr, soll es sich dabei um Ex-Libero Markus Harms handeln, der aktuell ein Referendariat als Lehrer in Lüneburg absolviert.

Der kommende SCL-Präsident Jurischka stellt klar: „Wer Rainer Beister und mich kennt, weiß, dass wir hier keine Kneipentruppe aufbauen. Mit Sinn und Verstand wird ein Team aufgestellt, das Erfolg und Freude verspricht.“ Mit HSV-Star Maxi Beister im Vorstand.