Ben im Einsatz: Die Mission lautet Nächstenliebe

Ben am Bahnsteig: Lünepost-Kolumnist Ben Boles (r.) mit seinen „Kollegen“ (v. l.) Phuc Trinh, Angelika Rüskamp, Ernst Röhm, Leiterin Anke Sondermann und Pastor Florian Moitje von der Bahnhofsmission. Foto: bb

Von Ben Boles

Lüneburg. Oft bin ich ihnen auf meinen häufigen Zugfahrten schon begegnet, den stets freundlichen Menschen in den hellblauen Westen, die sie als Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Bahnhofsmission ausweisen. Und immer wieder habe ich mich gefragt, was diese Menschen wohl antreibt und was sie den ganzen Tag am Bahnhof so treiben. Dieser Frage gehe ich nun auf den Grund.

Ich habe mich mit Anke Sondermann, der Leiterin der Bahnhofsmission Lüneburg, zur Mittagsschicht verabredet und bekomme als erstes gleich meine eigene hellblaue Weste.

Sie passt mir gut. Ob ich allerdings zu ihr passe, das muss ich erst noch beweisen.

Bevor ich mich mit den Mitarbeitern zum Gespräch zusammensetze, geht es erst einmal raus zum ersten Außeneinsatz. Der „12:35er“ kommt. Der Freiwilligendienst richtet sich hier vor allem nach dem Fahrplan. Mit Pensionär Ernst Röhm mache ich mich auf den Weg zu Gleis 3, wo in wenigen Minuten der ICE Richtung Hamburg erwartet wird.

Mit geübtem Blick beobachtet Röhm die Wartenden am Gleis. Eine veränderte Wagenreihung ist angezeigt und überfordert damit so manchen Reisenden. Gerne geleitet Röhm Fahrgäste zum richtigen Abschnitt am Gleis und packt dabei auch beim Gepäck mit an. Ich tue es ihm gleich.

Was mir spontan auffällt, ist die Freundlichkeit, mit der man uns begegnet. Eine spürbare Dankbarkeit, dass es sie gibt, diese „hellblauen Engel“. Fühlt sich gut an.

Mehr zum Einsatz bei der Bahnhofsmission steht in der LP vom 9. Mai 2018.