Blindgänger im Stadtteil Oedeme erfolgreich gesprengt

Ehrenamtliche Helfer: Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes brachten Getränke zur Notunterkunft in der Grundschule Häcklingen und sorgten dort für eine nette Atmosphäre während der Bombenentschärfung. Foto: sst

Lüneburg. Für die Stadt Lüneburg, die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes und für viele ehrenamtliche Helfer ist es schon fast zur Routine geworden – wenn auch zur gefährlichen: Wieder mal musste im Stadtgebiet eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg beseitigt werden. Betroffen war dieses Mal Lüneburgs Süden rund um die Elfenbruchwiese in Oedeme.

In einem Sicherheitsradius von 500 Metern mussten rund 1400 Menschen am Mittwochmorgen für die Bomben-Entschärfung ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Pflegeeinrichtungen und Schulen waren in diesem Gebiet nicht betroffen.

Wer nicht zur Arbeit musste oder keinen Unterschlupf bei Freunden und Verwandten finden konnte, für den stand die Notunterkunft in der Turnhalle der Grundschule Häcklingen zur Verfügung. Rund 20 ehrenamtliche Helfer vom Deutschen Roten Kreuz sorgten dort mit Getränken und Snacks für eine nette Atmosphäre. Außerdem gab es einen Fahrdienst für Menschen mit Geh-Problemen. Die Polizei sperrte ab 9 Uhr Straßen in dem betroffenen Bereich ab.

Um 11.44 Uhr schließlich konnte der Sprengmeister Michael Tillschneider vom Kampfmittelbeseitigungsdienst in Munster die ersehnten Worte sagen: „Zünder der Fliegerbombe erfolgreich gesprengt!“ Bei dem Blindgänger handelte es sich um eine amerikanische 50-Kilo-Fliegerbombe. Wenige Minuten später konnten die Bewohner wieder in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren.

Bereits zum 14. Mal musste im Lüneburger Stadtgebiet ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg geräum werden – bislang ist immer alles gut gegangen.