Blindgänger in Wilschenbruch entschärft

Hier wurde in Lüneburg-Wilschenbruch ein Blindgänger ausgemacht. Er soll am Mittwoch, 13. September, entschärft werden. Foto: sst

Lüneburg. Im Lüneburger Stadtteil Wilschenbruch wurden Blindgänger gefunden! Stadtverwaltung, Polizei, Rettungsdienste und andere Beteiligte haben jetzt den Zeitplan für die anstehende Evakuierung festgezurrt. Sie startet am Mittwoch, 13. September, um 8.30 Uhr. Die betroffenen Straßen und die zugehörige Karte mit den 500-Meter-Radien sind bereits von der Stadt veröffentlicht.

Ausweichquartier für alle, die nicht wissen, wo sie sich bis zum Abschluss der Evakuierung sicher aufhalten können, ist ab 8.30 Uhr das St.-Stephanus-Gemeindezentrum in Lüneburg-Kaltenmoor. Es fahren ab 8.30 Uhr Sonderbusse dorthin.

Da es sich um zwei Blindgängerfunde in Wilschenbruch handelt, die nacheinander abgearbeitet werden sollen, zunächst am Drosselweg, dann auf der Wiese nahe der Amselbrücke, ist die Vorgehensweise ein wenig anders als sonst.

Die Evakuierung im gesamten Bereich beginnt ab 8.30 Uhr. Die Polizei wird nach und nach überprüfen, dass zunächst der 500-Meter-Radius um den Fundort Drosselweg geräumt ist. Sobald dieses sichergestellt ist, wird der Kampfmittelbeseitigungsdienst dort an die Arbeit gehen und später den zweiten Fundort angehen.

Für die betroffenen Bewohner im Roten Feld heißt das, dass sie nicht zwingend um 8.30 Uhr ihre Häuser und Wohnungen räumen müssen, sondern noch ein wenig länger Zeit haben, je nachdem wie die Arbeiten fortschreiten.

Fakt ist: Je früher die Bewohnerinnen und Bewohner der betroffenen Straßen ihre Häuser räumen, desto eher können Polizei und Kampfmittelexperten an die Arbeit gehen. Betroffen sind annähernd 1300 Personen.

+++ Update +++

Um 14.04 Uhr gab es am Mittwoch Entwarnung. Die beiden Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg, die man zuvor im Lüneburger Stadtteil Wilschenbruch entdeckt hatte, waren von Experten der Kampfmittelbeseitigung erfolgreich entschärft worden.

Rund 1300 Anwohner mussten zuvor evakuiert werden. Etwa 200 haupt- und ehrenamtliche Helfer u. a. von DRK und ASB betreuten und transportierten Hilfsbedürftige.

Der Bahnverkehr zwischen Lüneburg und Uelzen sowie zwischen Lüneburg und Dannenberg musste für 40 Minuten ausgesetzt werden.

Sprengmeister Michael Tillschneider konnte schließlich an beiden etwa 70 Kilo schweren Blindgängern die Zünder entfernen und sie kontrolliert sprengen.