Boxer Camin auf dem Jakobsweg

Bevor er am Samstag, 28. April, in der Heimat um die WM kämpft, erfüllt sich der Adendorfer Profi-Boxer Toni Camin (Foto) einen Traum: Er wandert den Jakobsweg. Foto: privat

Adendorf/Santiago de Compostela. Seit über 1000 Jahren wandern Pilger zum Grab des Apostels Jakobus in der spanischen Stadt Santiago de Compostela. Dass allerdings der junge Profiboxer Toni Camin aus Adendorf diese weltberühmte Pilgerreise direkt vor seinem Titelkampf im Adendorfer Walter-Maack-Stadion angetreten hat, verleiht dieser Tradition eine ganz neue Schlagkraft.

Welche Dimensionen das ganz spezielle „Trainingsprogramm“ annimmt, wird deutlich, wenn Camin Zahlen nennt:

„Im Durchschnitt wandere ich 30 Kilometer am Tag. Die meisten Kilometer hatte ich gleich am zweiten Tag abgerissen: 47 Kilometer.“ Am 20. März startete der Adendorfer. Sein Plan: „Es sollen ungefähr 33 Tage und fast 900 Kilometer am Ende werden, da ich bis an den Atlantik wandern will.“

Marschiert Camin auf diese Weise schnurstracks in den Ring und siegt am Samstag, 28. April, im Kampf um die WBU-Weltmeisterschaft? Die LÜNEPOST ist sicher, dass der Adendorfer nicht aufzuhalten sein wird. Denn im regen Austausch mit dem jungen Boxer während seiner Wanderschaft lernten wir einen veränderten jungen Mann kennen – mit mehr Bestimmtheit, mit mehr Klarheit.

Camin erklärt in der Ausgabe vom 4. April 2018, warum er dann mal weg ist.