Lüneburg. „Es war wie ein Inferno“, erinnert sich eine Anwohnerin der Lüneburger Ritterstraße am Dienstag, „ganz plötzlich wurde alles schwarz, an meinem Fenster im oberen Stockwerk flogen Dachpappen-Stücke vorbei!“ Viele Anwohner liefen angsterfüllt auf die Straße, „es war ein richtiges Tohuwabohu!“

Das Zuhause von 13 Menschen ging am Freitagnachmittag beim Großbrand des Lüneburger Heiligengeiststiftes in Flammen auf (die LP berichtete). Glücklicherweise konnten durch den schnellen Einsatz von mehr als 150 Feuerwehr-, Polizei- und Rettungskräften alle Bewohner mit nur leichten Verletzungen aus dem Gebäude befreit werden.

Da die Brandschutzwand zwischen den Gebäudeteilen standhielt, konnte die Heiligengeistschule weitgehend vor den Flammen geschützt werden, nur das Lehrerzimmer und ein angrenzender Raum wurden durch das Löschwasser beschädigt. Der Schulbetrieb wird nach den Osterferien wieder aufgenommen, wenn auch wegen der Schadstoffe mit leichten Einschränkungen. Die Stadt will die Betroffenen rechtzeitig informieren.

Als Ursache für den Brand wird eine Herdplatte vermutet, die einer der Bewohner wohl vergessen hatte, auszuschalten. Die weiteren Ermittlungen dauern noch an.

Mehr zu den Folgen des Brandes steht in der LÜNEPOST vom 17. April.