Bürgermeister tappt in Nazi-Falle

Dr. Gerhard Scharf war Leiter des Gymnasiums Oedeme, ist seit 1968 Mitglied der CDU, sitzt seit 1986 in Stadtrat, war Präsident des Lions-Clubs und in vielen anderen Ehrenämtern aktiv. 2010 bekam er das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Seine Hobbys: Politik und deutsche Geschichte. Foto: be

Lüneburg. Irritation um Lüneburgs Bürgermeister Dr. Gerhard Scharf. Der 78-Jährige taucht in einem Youtube-Video des rechten Bloggers Nikolai N. auf. Die beiden hatten sich zufällig an einem Soldaten-Denkmal nahe der Lüneburger Ritterakademie getroffen.

Dort entspann sich ein Dialog, den der Blogger per Kamera aufnahm. Scharf sprach u. a. über die Rolle der 110. Infanterie-Division aus Lüneburg.

Die wurde im 2. Weltkrieg in Weißrussland eingesetzt und richtete Gräuel unter der Zivilbevölkerung an. Von den 10.500 Soldaten überlebten nur 300. An die Toten erinnert das Denkmal, das von Unbekannten übersprüht wurde.

Scharfs Äußerungen dazu und seine Geschichtsdeutung empören die Partei Die Linke. Auch Oberbürgermeister Ulrich Mädge nimmt Stellung. Mehr dazu in der LÜNEPOST vom
10. Januar 2018.