CDU und FDP warnen:
Die A 39 ist in Gefahr!

Das Bundesverkehrsministerium in Berlin macht sich Sorgen um den Bau der Autobahn 39 zwischen Wolfsburg und Lüneburg. Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung hervor, die am Donnerstag von sieben Bundestags- und sieben Landtagsabgeordneten der CDU und FDP herausgegeben wurde.

Im Schreiben appellieren die Politiker, u. a. aus den Wahlkreisen Lüneburg, Uelzen und Lüchow-Dannenberg, an die neue rot-grüne Landesregierung in Niedersachsen, die Planungsmittel für den beschleunigten Ausbau der A 39 nicht zu kürzen. Zu den Unterzeichnern der Erklärung gehört der Lüneburger Bundestagsabgeordnete Eckhard Pols (CDU). „Wir bekennen uns ausdrücklich zu dem bereits im Juli 2002 unter SPD-Bundesverkehrsminister Bodewig gefassten Beschluss zwischen dem Bund und dem Land Niedersachsen, die A 39 zu bauen“, sagen Pols und Mitstreiter. Es handele sich um ein zentrales verkehrspolitisches Projekt, betonen die Unterzeichner.

Sie halten die A 39 für dringend erforderlich, „da mit der Verbindung zwischen den Wirtschaftsregionen Wolfsburg, Braunschweig und Lüneburg die nordöstlichen Verbindungen Niedersachsens gestärkt, der ländliche Raum angebunden und damit insgesamt die unterdurchschnittliche nordostdeutsche Verkehrsinfrastruktur entscheidend verbessert würde“. In der Folge, so Pols und Koalitionskollegen, würden sich Transportwege bedeutend verkürzen und die regionalen Wirtschaftszentren besser miteinander vernetzt, gestärkt und Lebensverhältnisse verbessert.

Seit dem Regierungswechsel in Hannover sehen die schwarz-gelben A-39-Freunde das Projekt gefährdet: „Mit großer Sorge betrachten wir den Beschluss der neuen rot-grünen Landesregierung Niedersachsens, die Planungsmittel für den beschleunigten Ausbau der A 39 zu kürzen.“ Denn laut Bundesverkehrsministerium, so Pols, „können die Planungsmittelkürzungen die A 39 empfi ndlich treffen“.

Die Abgeordneten von CDU und FDP fürchten: „Sollte das Land die noch in Planung befindlichen fünf Abschnitte nicht abschließen oder dem Bundesverkehrsministerium nicht zum Erteilen des Gesehen-Vermerks vorlegen, droht eine deutliche Verzögerung des Ausbaus der A 39.“

Deshalb ihr Appell: „Wir fordern die rot-grüne Landesregierung mit Nachdruck auf, von ihren Kürzungsplänen der Planungsmittel Abstand zu nehmen und sich zu diesem vernünftigen wie notwendigen Infrastrukturprojekt ohne Wenn und Aber zu bekennen.“