Landkreis. Nachdem die Nachricht aus dem Nachbarkreis Uelzen mit 16 neuen Corona-Fällen am vorigen Mittwoch schockte, ist das Corona-Virus nun auch in Lüneburg wieder angekommen: Insgesamt acht neue Fälle meldete der Landkreis bis Freitagnachmittag.
Die Infizierten kommen alle aus einem Familienkreis. Ein erkranktes Kind besucht die städtische Kita Stadtmitte. Alle Kinder und Erzieherinnen der betroffenen Gruppe wurden unter Quarantäne gestellt. Ein weiteres infiziertes Familienmitglied geht auf die freie Rudolf-Steiner-Schule. Hier wurde die betroffene Klasse in häusliche Quarantäne beordert. Alle weiteren Kita-Kinder, Schüler und Pädagogen der betroffenen Einrichtungen müssen laut Yvonne Hobro, Fachbereichsleiterin Soziales beim Landkreis, nicht getestet oder in Quarantäne geschickt werden.
Die Gesamtzahl der gemeldeten Corona-Fälle liegt damit bei 173, davon sind 168 bereits genesen, gestorben ist bislang keiner.

Im Klinikum Lüneburg muss zwar keiner der aktuell Infizierten behandelt werden. Dort zog man dennoch Konsequenzen aus den neuen Fällen: Ab sofort sind Besuche wieder nur von 15 bis 19 Uhr erlaubt. Jeder Patient darf pro Tag nur einen Besucher empfangen, nicht länger als eine Stunde. Auch im Patientenzimmer muss der Mundschutz getragen werden. Um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können, muss jeder Besuch dokumentiert werden. Außerdem werden ab Montag alle stationär neu aufgenommen Patienten auf das Virus gestestet.