Lüneburg. Die Pandemie ist für alle extrem belastend. Von heute auf morgen wurde das Leben komplett umgekrempelt: Statt in die Schule oder ins Büro zu gehen, musste zu Hause gelernt und gearbeitet werden. Kontakte zu Verwandten oder Freunden wurden beschränkt, sportliche oder musische Angebote gab es lange Zeit überhaupt nicht.

Das hinterlässt Spuren – besonders bei Kindern und Jugendlichen, die aus ihrem normalen Leben und damit aus ihren Strukturen gerissen wurden.

„Wir führen eine ernste Debatte darüber, was die Corona-Pandemie mit ihnen macht. Wir haben landes- und bundesweit erschreckende erste Zahlen, was ihren seelischen Zustand angeht.“ Das sagte Sozialministerin Daniela Behrens (SPD) bei ihrem Besuch in Lüneburg vor gut einer Woche, als sie auf dem Gelände der Psychiatrischen Klinik (PKL) am Wienebütteler Weg die Baustelle für die neue Psychiatrie und Psychotherapie eröffnete.

Eine Studie des Hamburger UKE stützt die Aussagen der Ministerin: So litt im März, ein knappes Jahr nach Ausbruch der Pandemie, fast jedes dritte Kind unter psychischen Auffälligkeiten.

Die LÜNEPOST wollte wissen, wie die Situation in der hiesigen Kinder- und Jugendpsychiatrie aussieht. „Wir beobachten seit Beginn der Pandemie, dass die Inanspruchnahme der Hilfemaßnahmen zunimmt, sowohl ambulant als auch stationär“, berichtet Vicki Richter (Foto), Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie.

Mehr Antworten gibt es in der LP-Ausgabe vom 5./6. Juni 2021.