„Der Abriss war überfällig!“

Totales Trümmerfeld: Efeu überdeckte in den vergangenen Jahren das heruntergekommene Gemäuer der alten Amelinghausener Turnhalle. Der Basketballkorb hinten in der Halle wurde längst nicht mehr genutzt. Nach dem Abriss soll hier ein Begegnungspark entstehen. Foto: Zink

Amelinghausen. Im Rampenlicht steht Amelinghausens alte Turnhalle schon Jahre nicht mehr. Im Gegenteil: Nach der Eröffnung der schicken Dreifeldturnhalle im Lopautal im Jahr 2012 geriet die alte Halle fast in Vergessenheit. Grüner Efeu rankt über die mit Graffiti verschmierten Mauern. So fiel sie gar nicht mehr auf, die alte Turnhalle bei der Grundschule.

Seit Anfang Juli rollen hier nun die Bagger und reißen das alte Gemäuer in Stücke – was Einwohner grübeln lässt und die Amelinghausener Verwaltung freut: „Der Abriss war längst überfällig“, meint Michael Göbel, Bauamtsleiter und allgemeiner Vertreter von Samtgemeindebürgermeisterin Claudia Kalisch, im Gespräch mit der LÜNEPOST.

Anfänglich, nachdem die neue Halle eingeweiht war, diente die alte noch ab und zu als Ausweichmöglichkeit für verschiedene Sportmannschaften, erinnert sich Göbel. Dann nutzte man sie als Lager, u. a. für Möbel, als immer mehr Asylbewerber in die Gemeinde kamen. Bei Bedarf kam die 1971 gebaute Halle noch mal zum Einsatz – bis das Dach so undicht war, dass nichts mehr ging.

„Eine Sanierung hätte eine Million Euro überstiegen“, weiß Göbel.

Das hätte man damals, noch vor dem Neubau der Lopautalhalle, auch in Erwägung gezogen. Aber die Rechnung wäre nicht aufgegangen: „Das wäre unwirtschaftlich gewesen“, sagt Göbel.

Mehr zum Thema steht in der LP vom 11. Juli 2018.