Lüneburg. Nach kurzer Entspannung steigen die Corona-Zahlen im Landkreis Lüneburg erneut: Zuletzt lag der 7-Tage-Inzidenzwert laut Robert-Koch-Ins­titut den fünften Tag in Folge über 50. Daher gelten ab heute strengere 3G-Regeln nach niedersächsischer Corona-Verordnung.

Viele Bereiche sind nur noch für Personen zugänglich, die entweder vollständig geimpft, von einer Corona-Erkrankung nachweislich genesen sind oder einen negativen Test vorlegen können. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren sind von der erweiterten 3G-Regel ausgenommen.

Wenn in geschlossenen Räumen mehr als 25 Personen zusammenkommen, benötigen die Teilnehmer einen Impf-, Genesenen- oder negativen Testnachweis. Dasselbe gilt grundsätzlich für alle, die sich in Restaurants bewirten lassen oder in einem Hotel übernachten möchten.
Beim Friseur, der Kosmetikerin oder der Massage, in Sporthallen, Fitnessstudios, Kletterhallen, Schwimmbädern und Saunen, für den Besuch im Theater, Kino oder anderen Kultureinrichtungen – überall braucht man jetzt einen Impf-, Genesenen- oder negativen Testnachweis.

Es gibt auch Ausnahmen: Bei religiösen Veranstaltungen etwa gilt die 3G-Regel nicht, auch nicht bei Sitzungen von Kreistag, Stadt- und Gemeinderäten.
Eine Warnstufe gilt derzeit noch nicht, weil die weiteren Leitindikatoren Hospitalisierung und Intensivbetten für Niedersachsen jeweils unter ihrem Grenzwert liegen.

Im Lüneburger Klinikum werden aktuell fünf Corona-Patienten behandelt. „Ab zwölf Patienten fangen wir an zu jonglieren“, sagt Klinikum-Geschäftsführer Dr. Michael Moormann, der persönlich für eine allgemeine Impfpflicht plädiert und nicht, wie teilweise gefordert, nur fürs Pflegepersonal: „Warum soll das medizinische Personal das ausbaden, was eine Minderheit der Gesellschaft nicht bereit ist, zu tun?“, fragt er.

Am Klinikum hoffen alle, nicht wieder an die Belastungsgrenzen zu stoßen. Auch der finanzielle Bereich bereitet Moormann Sorgen: „Wir bekommen ja nicht mehr wie im vorigen Jahr Abschlagszahlungen. Da können viele Krankenhäuser – und auch wir – finanzielle Probleme bekommen.“

Wie das Klinikum auf die neue Welle vorbereitet ist und wie das Personal mitzieht, lesen Sie in der Lünepost vom 10. November 2021.