„Die Kids sind besser als ihr Ruf“

Sympathisch und streitbar: „Querdenker“ Hubertus Heinrich verabschiedet sich mit einem LP-Interview in den Un-Ruhestand. Foto: sp

Lüneburg. Hubertus Heinrich geht in Rente. Ende Dezember verliert die Lüneburger Verwaltung einen sympathischen, aber auch streitbaren, häufig querdenkenden Mitarbeiter.

Nach 40 Jahren Jugendarbeit, davon 25 Jahre als Stadtjugendpfleger, nach tausenden Jugendlichen, die er begleiten, und vielen Trauungen, die er im Herbst seines Berufslebens vornehmen durfte.

An seinem Finger prangt der Familien-Siegelring, ein Hugenottenkreuz der französischen Protestanten – der Protest wurde ihm wohl schon in die Wiege gelegt. In seiner „Sturm- und Drang-Zeit“ noch ein großer Bewunderer von Revoluzzer-Idol Che Guevara, zeigt sich Hubertus Heinrich im „Abschluss-Interview“ ausgeglichen und lebensfroh.

LÜNEPOST: Herr Heinrich, wie fällt Ihre persönliche Bilanz nach 40 Jahren Jugendarbeit aus?
Hubertus Heinrich: „Ich kam damals nach dem Studium in Braunschweig zu einem Zeitpunkt nach Lüneburg, als der Bereich ‚Jugendarbeit‘ hier noch in den Kinderschuhen steckte. Wir begannen in einem selbsterstrittenen Arbeitskreis Jugendzentrum und haben seitdem für Jugendliche in der Stadt viel bewegt. Es ging dabei immer um Toleranz, um ein Miteinander gegen Gewalt und auch Bevormundung. Und bis heute hat ein Kern der Lüneburger Jugendlichen nicht nachgelassen, seine Interessen zu vertreten, auch wenn es mal unbequem ist. In einer Zeit, wo die Gaulands und Höckes versuchen, die Demokratie zu unterhöhlen, ist es immens wichtig, solche Jugendbewegungen zu stärken.
Für mich persönlich ist es eine tolle Bestätigung und gelebte Resonanz, wenn ich durch die Straßen Lüneburgs gehe und ein ehemaliger ‚Schützling‘ grüßt mich immer noch als ‚Hubi‘. Zu meinen eigenen fünf Kindern kamen so über die Jahre Tausende dazu.“

Das komplette Interview lesen Sie in der LP-Ausgabe vom Mittwoch,
6. Dezember 2017.