Lüneburg. Der letzte Glühwein, die letzte Bratwurst, die letzte Runde im Kinderkarussell: Vor dem Lüneburger Rathaus haben die Schausteller am Dienstagabend die Notbremse gezogen. Sie haben den Weihnachtsmarkt abgebrochen und noch in der Nacht mit den Abbauarbeiten begonnen. „Die Hürden durch die ab Mittwoch geltenden 2G+-Regeln sind einfach zu hoch“, erklärt Benno Fabricius, Vorsitzender des Schaustellerverbandes Lüneburg. „Mit 2G hätten wir weitergemacht, das hat ja gut funktioniert. Aber wenn auch Geimpfte und Genesene getestet werden müssen, dann hat das keinen Sinn mehr. Das haben uns Kollegen aus dem gesamten Bundesgebiet berichtet.“

Eine Umfrage unter den hiesigen Schaustellern hätte ein deutliches Votum für den Abbruch ergeben. Auch eine Probephase sei nicht gewollt gewesen: „Ein Ausverkauf hat in anderen Städten auch nur Kosten produziert“, weiß Fabricius. Für die Schausteller vor dem Rathaus und besonders deren Mitarbeiter werden es keine schönen Festtage: „Sie werden in der Zeit vor Weihnachten kein Geld mehr verdienen können. Das ist für die Betroffenen natürlich hart.“

Während am Markt geräumt wird, bleiben die Buden auf dem Sande stehen. Hier gilt genau wie auf den vielen kleineren Weihnachtsmärkten der Stadt kein 2G+, da diese Angebote als Außengastronomie bewertet werden. Wie sehr ihn diese Ungleichbehandlung auch im Vergleich zu den Regelungen in anderen Bundesländern ärgert, ist Schausteller-Chef Benno Fabricius bei jedem Wort anzumerken.

Mehr zu dem Abbruch des Lüneburger Weihnachtsmarktes lesen Sie in der Lünepost vom 1. Dezember 2021.