„Die WM kann kommen!“

Trägt wieder den Adler: Michaela Grzywatz wurde im Vorjahr erstmals Europameisterin. Jetzt greift die Faustballerin aus Bardowick mit der deutschen Nationalmannschaft auch nach WM-Gold. Foto: DFBL/Stöldt

Bardowick/Linz. Beim Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga konnte sie nicht mithelfen – aber bei der Verteidigung des Weltmeistertitels wird sie dabei sein: Michaela Grzywatz, Faustballerin des am Wochenende in die Zweitklassigkeit abgestiegenen TSV Bardowick, hat ihre Fußverletzung gerade noch rechtzeitig ausgestanden:

„In dieser Woche kam die Bestätigung vom Arzt, dass alles wieder da ist, wo es hingehört. Die WM kann kommen!“, freut sich die 25-Jährige.

Wie berichtet, hatte sich Grzywatz ausgerechnet beim Nominierungslehrgang der Nationalmannschaft eine schmerzhafte Knochenabsplitterung im Fuß zugezogen. Der Traum von der ersten WM-Teilnahme schien geplatzt. Doch Bundestrainerin Silke Eber setzte überraschend weiter auf die Bardowickerin – und auf das Können der Ärzte: Michaela Grzywatz wurde trotz Verletzung nominiert.

Es war die richtige Entscheidung: In gut zwei Wochen wird das WM-Turnier im österreichischen Linz eröffnet.

Deutschland, der Weltmeister der Jahre 2014 und 2016, bestreitet am 24. Juli seine ersten beiden Spiele gegen die Außenseiter aus Tschechien und Italien. Bis dahin will Bardowicks einzige Nationalspielerin wieder vollständig genesen sein. Erste Einheiten hat sie bereits absolviert.

„Physiotherapie, Muskelaufbau- und leichte Ballübungen konnte ich schon machen“, sagt Michaela Grzywatz und schiebt zuversichtlich hinterher: „Jetzt muss man halt schauen, dass präventiv alles gemacht wird – dann wird das schon.“

Zuversichtlich startet auch der deutsche Kader in die Frauen-Weltmeisterschaft: Man geht wieder als großer Favorit ins Turnier und hat schon vor zwei Jahren mit einem Sieg im Regen-Finale gegen Gastgeber Brasilien bewiesen, dass man in der Lage ist, Titel zu verteidigen – anders als die gerade krachend gescheiterten deutschen Fußballer …

Nun soll auch noch das Titel-Triple her – und Bardowicks Michaela Grzywatz möchte natürlich kräftig dabei mithelfen.