Ein Investor für das letzte Kaufhaus?

Erneut In Schieflage: Die Mitarbeiter im Lüneburger Galeria-Kaufhaus mussten in den vergangenen Jahren einiges mitmachen. Auf die hiesige Filiale des insolventen Kaufhaus-Konzerns hat nun ein Investor ein Auge geworfen. Foto: phs/png

Lüneburg. Die Bildzeitung nennt sie die „Liste der Hoffnung“: 47 Filialen des insolventen Konzerns Galeria Karstadt Kaufhof möchte ein Investor vor der Schließung bewahren. Auch auf der Liste: das Galeria-Kaufhaus am Lüneburger Marktplatz.

Markus Schön heißt der Mann, der Interesse an rund einem Drittel der bestehenden Galeria-Filialen bekundet hat. Der Westfale betreibt den Onlinehandel buero.de und sieht das von vielen prophezeite Ende der Kaufhäuser längst noch nicht gekommen – wenn sie sich denn den veränderten Gegebenheiten anpassen. „Shop in Shop“, also Geschäft im Geschäft, heißt das von ihm favorisierte Konzept. „Je weniger spezialisiert man ist, desto leichter ist man im Internet zu ersetzen“, erklärte Schön dem Nachrichtensender n-tv, „aber mit Shop-in-Shop-Konzepten kann man in mittelgroßen Städten überleben.“

Der Plan: Mit der Übernahme der Filialen würden digitale und stationäre Vertriebswege zusammengeführt und es entstünde eine Zukunftsfähigkeit, die Amazon und Ebay eine deutsche Alternative aufzeigen könne. An Standorten wie Lüneburg, Goslar, Rosenheim oder Fulda möchte Schön sein Onlinegeschäft in den stationären Handel bringen. 6000 Jobs könnten gerettet werden. Die Liste der Standorte tauchte Montag in den Medien auf. Erste Gespräche mit Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz hat der Investor bereits aufgenommen.

Mehr zu den Plänen des Investors lesen Sie in der Lünepost vom 9. November.