Ein Pony im Pflegeheim

Sanfte Medizin: Mini-Shetland-Pony Floh (13) war zu Besuch im Alten- und Pflegeheim Koch in Wendewisch. Gerda Timm freute sich riesig über den ungewöhnlichen Besuch. Foto: sst

Wendewisch. Gegen Einsamkeit gab es für die 33 Bewohner im Alten- und Pflegeheim Koch in Wendewisch jetzt eine besonders sanfte Medizin – ganz ohne Rezept.

Es geschah vorige Woche: Um Punkt 10 Uhr rückte Manuela Schröder aus Brackede mit ihrem Pferdeanhänger vor der Einrichtung an. Als sich die Luke am Anhänger öffnete und Manuela Schröders tierischer Begleiter ausstieg, waren die Bewohner entzückt. Mini-Shetland-Pony „Floh“ ließ sich nicht lange bitten. Stolz schritt es die Rampe hinunter, schüttelte sich kurz und scharrte mit den Hufen.

„Floh will ins Haus“, meint seine Halterin, „mein Kleiner hat Hunger und weiß genau, was im Haus wartet – auf geht‘s!“

Eine Medizin mit Fell, großen braunen Augen, kleinen flauschigen Ohren und Zottel-Mähne – das ist doch mal was.

Die Vorfreude war nicht nur bei den Bewohnern des Heims, sondern auch bei den Mitarbeitern groß. Dann war es endlich soweit: Ein vierköpfiges Pflege-Team um Heimleiterin Deike Traub stand am Eingang Spalier.

Als die beiden Pflege­fachkräfte Birte Benda und Katja Mutludag die Eingangstür öffneten, zögerte das niedliche Pony keine Sekunde, drückte seinen Kopf durch den Spalt und trabte in den Flur.

„Der kennt keine Scheu“, versicherte die Halterin den Bewohnern. Als das Mini-Shetty ins Frühstückszimmer trat, standen sofort die ersten Senioren auf, ließen alles stehen und liegen.

Mehr zum tierischen Einsatz im Pflegeheim steht in der LÜNEPOST vom
5./6. Mai 2018.