Lüneburg. Dass man Hunde bei Hitze nicht im Auto warten lassen soll, weiß eigentlich jeder. Dass aber auch eine hölzerne Gartenlaube mit verrammelten Fenstern bei Sonne zum Backofen werden kann, das scheint einem jungen Lüneburger nicht klar gewesen zu sein.

Der Mann hatte seine beiden Huskys in der Kleingartenkolonie am Ochtmisser Kirchsteig in die Holzbaracke gesperrt und war zur Arbeit gefahren. „Das macht er schon seit Monaten so, aber bei dieser Hitze ist das einfach nur Tierquälerei“, schimpft eine Gartennachbarin.

Mit knapp 40 Grad war der Mittwoch der bisher heißeste Tag des Jahres. Als das Gebelle und Gewinsel aus der Laube immer verzweifelter wurde, reichte es der Frau: Sie rief die Polizei. Die Beamten fackelten nicht lange, brachen die Hütte auf und befreiten die schwitzenden Tiere. Ein Mitarbeiter des Tierheims übernahm die Huskys.

Was viele Kleingärtner aus der Kolonie nicht verstehen: „Seit April weiß man beim Veterinäramt von der Situation der Hunde – passiert ist nichts. Hätten wir die Polizei nicht gerufen, wären die beiden doch qualvoll verendet!“

Was das Amt zu den Vorwürfen sagt und was mit den Huskys passiert, lesen Sie in der LÜNEPOST vom 29. Juni 2019.