Lüneburg. Seit Donnerstagabend ist es endgültig: Der Rat der Stadt Lüneburg hat in geheimer Abstimmung den Antrag des Luftsportvereins Lüneburg abgelehnt, den Betreibervertrag für den Flugplatz über das Jahr 2020 zu verlängern. 26 Ratsmitglieder stimmten gegen eine Verlängerung des Pachtvertrags, nur 13 dafür.

„Ich gratuliere dem Oberbürgermeister und der SPD, dass sie einen gemeinnützigen Verein zerstört haben“, sagt Richard Meier sarkastisch. Der Vorsitzende des Luftsportvereins gibt sich aber nach wie vor kämpferisch: „Wir werden in den nächsten Monaten ein Paket mit Ideen schnüren. Wir überlegen etwa, ob der Flugplatz als reine Sportstätte nur für Segelflieger bestehen kann und der Motorflugbetrieb komplett eingestellt wird.“ Natürlich müsse der Flugplatz in abgespeckter Form finanzierbar sein.

Meier ärgert, dass die Diskussion um die Verlängerung des Vertrages vor allem von den Argumenten Lärmbelästigung und Sicherheit bestimmt wurde. „Von den etwa 9500 Bürgern, die die Petition zum Erhalt des Flugplatzes unterschrieben haben, wohnen immerhin knapp 2000 im unmittelbaren Umfeld des Flugplatzes.“ Sie viele Lärm- und Sicherheitsbedenken könne es demnach gar nicht geben…