Endstation Bushaltestelle

Nichts geht mehr: Der Alkohol hat diesen Vertreter (l.) der Lüneburger Trinkerszene mal wieder außer Gefecht gesetzt. Hinten sitzen Bärbel Gruse und weitere „Stammgäste“ der Bushaltestelle. Foto: sst

Lüneburg. Der Lüneburger Sande zählt zu den schönsten Plätzen Norddeutschlands. Tausende Touristen kommen hierhin, posieren für Schnappschüsse vor den Giebelhäusern oder rumpeln mit der Pferdekutsche des Stadtführers übers Kopfsteinpflaster.

Doch der Sande hat nicht nur schöne Ecken:

Besonders die Situation an den Wartehäuschen der KVG nervt Busfahrgäste, Passanten und die umliegenden Geschäftsleute: „Da lungern ständig die Trinker herum. Die pöbeln die Leute an und prügeln sich. Das ist unmöglich“, schimpfen mehrere Ladenbesitzer.

Bei der Stadt kennt man deren Klagen schon länger, hat Streetworker eingesetzt, die einschreiten, wenn die Szene mal wieder über die Stränge schlägt oder Volltrunkene von den Bänken kippen.

Die LÜNEPOST hat die Situation ein Jahr lang mit der Kamera dokumentiert – und sie hat sich lange mit der Obdachlosen Bärbel Gruse unterhalten, die ihren Alltag auf dem Sande verbringt.

Der Besuch an der „Endstadion Bushaltestelle“, was Oberbürgermeister Ulrich Mädge sagt, steht in der LP vom 6./7. Januar 2018.