„Es ist eine Katastrophe in Lüneburg!“

Richtig Sauer: LSK-Trainer Rainer Zobel ist ein Weltenbummler in Sachen Fußball – und eigentlich ein in sich ruhender Mensch. Doch: „So etwas wie in Lüneburg habe ich noch nicht gesehen“, schimpft er über die Stadion-Situation. Foto: be

Lüneburg. Der eine reiste jahrzehntelang als Fußballtrainer um die Welt, der andere ist seit Jahrzehnten Lüneburgs Oberbürgermeister. Jetzt prallen Rainer Zobel und Ulrich Mädge aufeinander. Der LSK-Trainer kritisiert den OB massiv, weil Lüneburg kein vernünftiges Fußballstadion hat.

Entzündet hat sich der Streit am NFV-Pokal-Spiel gegen Zweitliga-Absteiger Eintracht Braunschweig. Der LSK hat am Mittwoch, 8. August, eigentlich Heimrecht, doch wegen der ungeklärten Sicherheitslage soll die Partie eventuell nach Braunschweig verlegt werden (LP berichtete). Denn die Hansestadt Lüneburg hat keine geeignete Sportanlage für größere Veranstaltungen.

„Das habe ich noch in keiner Stadt gesehen“, klagt der weitgereiste Zobel, „es ist eine Katastrophe! Und die Stadtverwaltung hat keinen Plan für einen Stadionbau.“

Die LÜNEPOST hat Mädge mit diesen Vorwürfen konfrontiert. Der Oberbürgermeister schießt scharf zurück: „Wir sind hier nicht in Ägypten“, sagt er und spielt auf Zobels einstige Trainertätigkeit in Kairo an, „hier gibt es eine Bauordnung und Regeln. Und wenn ein Nachbar gegen Lärmbelästigung klagt, wird er nicht erschossen…“

Scharfe Töne. Die LP sprach mit Zobel, Mädge und Polizeisprecherin Antje Freudenberg über das Braunschweig-Spiel und die Stadion-Situation. Antworten gibt’s in der LÜNEPOST vom 14./15. Juli 2018.