Falsche Schilder auf Dahlenburgs Umgehungsstraße

Falsches Schild: Hier an der Dahlenburger Ortsumgehung kann etwas nicht stimmen. Zwischen den beiden Schildern liegen keine 200 Meter, wie an den Leitpfosten, die 50 Meter voneinander entfernt stehen, abzuzählen ist. Foto: beu

Dahlenburg. „Jeden Morgen beobachte ich kritische Situationen auf der Ortsumgehung von Dahlenburg“, meldete sich ein Leser in der Redaktion, „und Schuld daran ist eine fehlerhafte Beschilderung!“

Der LÜNEPOST-Leser fährt jeden Tag von Tosterglope nach Lüneburg zur Arbeit. Die Stelle, die er bemängelt, liegt kurz vor der Brücke, die nach Marienau führt. Dort wird die zweispurige Fahrbahn in eine einspurige überführt. Jedoch, wie der findige Leser herausfand, viel zu schnell: Zwischen dem Abbiegeschild „400 Meter“ und „200 Meter“ stehen lediglich drei Leitfosten (auf dem Foto sieht es zwar so aus, als ob dort nur zwei stehen, das erscheint aber nur durch die Verzerrung so. Tatsächlich steht ein Pfosten hinten, der scheinbar hinter dem 200-Meter-Schild steht, direkt daneben).

Da in Deutschland der maximale Abstand zwischen zwei Leitpfosten 50 Meter beträgt, ist die Strecke zwischen den beiden Schildern höchstens 150 Meter lang.

„Die Abweichung erscheint nicht so viel, aber man ist ja an die Abstände gewöhnt“, sagt der Tostergloper, „und stellt sich mit seinem Fahrverhalten darauf ein.“ Und so beobachte er fast jeden Morgen, dass die Reststrecke für manche Fahrer zu kurz wird. „Sie rasen dann am Ende über die schraffierte Sperrfläche“, berichtet er.

Dabei käme es öfter zu schwierigen Situationen. „Das kann richtig gefährlich werden“, weiß er und ist verärgert: „Wir Autofahrer müssen uns an die Regeln halten, aber die Straßenbauer anscheinend nicht!“

Die LP fragte nach bei der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. „Davon höre ich gerade das erste Mal“, zeigte sich Annette Padberg, stellvertretende Leiterin der Behörde, völlig überrascht. Sie bestätigte, dass der Abstand zwischen den Leitpfosten maximal 50 Meter beträgt. Padberg bat um Zusendung des Fotos, um schneller auf den Sachverhalt reagieren zu können.

Leider bekam die LÜNEPOST auch einen Tag später noch keine Stellungnahme der Landesbehörde zu der fehlerhaften Ausschilderung. So kann nicht gesagt werden, ob die Behörde den Fehler nun bestätigt, auch nicht, ob in diesem Fall die falsche Beschilderung zügig geändert wird.