Lüneburg. Der nächste Bombenfund, die nächste Evakuierung – und diesmal richtig: 10.000 Bewohner des Lüneburger Stadtteils Kaltenmoor müssen noch am heutigen Abend ihre Wohnungen verlassen.

+++ Update 22.50 Uhr +++

 „Bombe erfolgreich entschärft“ – Um 22.40 Uhr konnte Sprengmeister Thomas Krause die gute Nachricht verkünden, dass die rund 70 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe auf dem Baufeld an der Kurt-Huber-Straße/ Graf-Schenk-von-Stauffenberg-Straße unschädlich gemacht wurde. 

Anschließend wurde das Gebiet wieder freigegeben und die rund 4000 betroffenen Lüneburgerinnen und Lüneburger konnten zurück in ihre Wohnungen und Häuser. Viele von ihnen hatten den Abend in dem von der Stadt im Gymnasium Johanneum eingerichteten Ausweichquartier verbracht und waren dort von Sozialarbeiterinnen sowie Mitarbeitern und Helfern vom Deutschen Roten Kreuz betreut worden. 

Die Fliegerbombe mit Aufschlagzünder aus dem 2. Weltkrieg war am Mittag bei baubegleitenden Sondierungsarbeiten entdeckt worden. Die Polizei sperrte in der Folge den Fundort ab und alarmierte Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes. Die Evakuierung und Entschärfung musste noch heute erfolgen, weil der Blindgänger beim Fund bereits bewegt worden war. 

Wegen der großen Anzahl der betroffenen Bürgerinnen und Bürger hatte die Evakuierung durch die Polizei mehr als drei Stunden in Anspruch genommen. Rund 250 Beamte aus Lüneburg, Göttingen und Hannover waren im Einsatz. 

Es war bereits die 17. Evakuierungsaktion in Lüneburg wegen eines Blindgängers seit 2014. Die Hansestadt Lüneburg dankt allen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr, DRK sowie allen betroffenen Lüneburgern. Dank der guten Kooperation ist wieder alles reibungslos gelaufen.

 

+++ Update 18.25 Uhr +++

Gemeinsam mit dem Kampfmittelräumdienst hat die Hansestadt Lüneburg jetzt festgelegt, welche Straßen und Häuser von der Evakuierung betroffen sind. Rund 4000 Menschen im Radius von 500 Meter um den Fundort an der Kurt-Huber-Straße müssen ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Für alle, die nicht bei Familie oder Freunden untergekommen können, wird das Gymnasium Johanneum an der Theodor-Heuß-Straße als Ausweichquartier eingerichtet. Es wird ein Busshuttle aus dem betroffenen Gebiet fährt zum Gymnasium. Die Shuttlebusse starten ab 18 Uhr an den Haltestellen St.-Stephanus-Platz und Graf-von-Moltke-Straße. Sozialarbeiter und Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes sind ab 18 Uhr zur Betreuung vor Ort.

Die Polizei wird ab spätestens 19 Uhr mit der Evakuierung des Bereiches rund um den Fundort beginnen. Bewohnerinnen und Bewohner sollten bitte möglichst vorher ihre Wohnungen verlassen haben. Sobald das Gebiet freigegeben ist, kann mit der Entschärfung der Fliegerbombe begonnen werden. (sp)

Liste der betroffenen Straßen und Hausnummern:

Adolf-Reichwein-Straße 1, 2, 3

Alfred-Delp-Straße komplett

Deutsch-Evern-Weg 25, 27, 29, 31, 35

Dietrich-Bonhoeffer-Straße komplett

Erwin-von-Witzleben-Straße komplett

Göxer Weg 1, 2, 2A, 3, 3A, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 11, 13, 13A, 13B, 13C, 13D, 15, 17, 17A, 19, 19A, 21

Graf-Sch.-v.-Stauffenberg-Str. komplett

Graf-von-Moltke-Straße 1, 2, 4, 6, 12

Hinrich-Wilhelm-Kopf-Straße komplett

Jakob-Kaiser-Straße 22, 24, 26

Konrad-Adenauer-Straße 31, 33, 35, 37, 39, 41, 43, 66, 72, 74, 76, 78, 80, 82, 84, 86, 88, 90, 90A, 90B

Kurt-Huber-Straße komplett

Kurt-Schumacher-Straße 10, 10A, 12, 12A, 14, 14A, 16, 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32, 45, 59, 61, 63

Ludwig-Beck-Straße komplett

Olof-Palme-Straße komplett

Schützenstraße 17, 17A, 17B, 17C, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32, 33A, 33B, 33C, 33D, 33E, 33F, 33G,

St. Stephanus-Passage komplett

St. Stephanus-Platz komplett

Theodor-Heuss-Straße 2, 4, 6, 8, 10, 23, 24

Wilhelm-Leuschner-Straße 41, 43, 45, 47, 49, 51, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 70, 72, 74, 76, 78, 80, 82, 84, 86

 

 

+++ 15.05 Uhr +++

„Bei Bauarbeiten am St.-Stephanus-Zentrum wurde eine 150 lbs Fliegerbombe aus dem 2. 
Weltkrieg gefunden, die noch am heutigen Tag entschärft oder gesprengt werden muss“, erklärt Polizeisprecherin Antje Freudenberg. Der Fundort liegt im Bereich der 
Kurt-Huber-Straße/ Graf-Schenk-von-Stauffenberg-Straße und die 
Evakuierung der Anwohner wird in einem Sicherheitsbereich von einem 
Radius von 500 Metern erfolgen. Freudenberg: „Ersten Schätzungen zu Folge werden 
vermutlich ca. 10.000 Menschen für einige Zeit ihre Wohnungen und den
Sicherheitsbereich verlassen müssen.“ Zum jetzigen Zeitpunkt werden 
die Evakuierungsmaßnahmen gegen 19 Uhr beginnen.