Lüneburg. Eigentlich wäre an diesem Mittwoch die „Weihnachtsstadt Lüneburg“ feierlich eröffnet worden. Doch in diesem Jahr bleiben die Glühweinbuden der Schausteller im Lager, fallen Weihnachtskonzerte genauso aus wie Weihnachtsfeiern mit Kollegen.

Der Corona-Lockdown legt weiter vieles lahm. Das Weihnachtsgeschäft des stationären Handels leidet enorm, denn eine volle Fußgängerzone ist allein schon aufgrund der Abstandsregeln undenkbar.

„Den Händlern hilft nur Umsatz! Und wir möchten den lokalen Handel – und vielleicht auch noch die Gastronomie – unterstützen“, sagt Lars Werkmeister, Geschäftsführer der Lüneburg Marketing GmbH.

Es sind viele kleine Aktionen, die zum Bummel durch die Innenstadt animieren: Die beliebten Märchenbuden der Schausteller stehen bereits, hunderte Tannen werden aufgestellt, Lüneburger Wahrzeichen mit animierten Bildern beleuchtet – und hässliche Leerstände hinter einem Adventskalender versteckt. Hier warten attraktive Preise wie ein hochwertiges Fahrrad. Weitere Aktionen sind in Planung.

Die Resonanz ist positiv: „Die Einzelhändler freuen sich total über unsere Maßnahmen“, berichtet City­manager Mathias Schneider und hofft, dass sich das Bemühen „in dem einen oder anderen Euro mehr in den Kassen der Händler auswirkt“.

Marketing-Chef Lars Werkmeister appelliert: „Ich glaube, wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben und im Alltag damit umzugehen. Wenn wir uns alle an die AHA-Regeln halten, ist auch ein Spaziergang durch die Stadt und damit ein wenig Normalität möglich.“