Geimpft oder gefälscht?

Erkennt die Fälschungen: Auch bei Bezirksapothekerin Dr. Sigrun Scholz haben Kunden schon versucht, mit einem gefälschten Impfpass ans Digitalzertifikat zu kommen. Foto: sst

Landkreis. Auch wenn das Lüneburger Oberverwaltungsgericht die 2G-Regel für den Einzelhandel am Donnerstag wieder gekippt hat – der Handel mit gefälschten Impfausweisen blüht weiter. Denn ohne Stempel und Aufkleber im gelben Heft geht in Restaurants, im Kino, Theater oder Schwimmbädern nichts.

Bundesweit nimmt die Zahl der gefälschten Impfausweise zu. Auch in Lüneburg werden Apothekern immer wieder gefälschte Impfdokumente vorgelegt. Wird die Fälschung nicht erkannt, gibt‘s für die Besitzer den begehrten QR-Code fürs digitale Impfzertifikat.
Dass sie damit eine Straftat begehen, scheint die ungeimpften Käufer, die für ihre falschen Pässe zwischen 100 und 300 Euro auf dem Schwarzmarkt zahlen, nicht zu stören.

Die Lünepost hat mit Apothekern aus Lüneburg über das Problem gesprochen. Jeder hatte schon mit gefälschten Impfausweisen, nachgemachten Stempeln, Aufklebern oder Unterschriften zu tun. Warum sie bisher eher selten die Polizei einschalteten, was Erwischten droht, lesen Sie in der Ausgabe vom 18. Dezember 2021.