Lüneburg. Das Gradierwerk im Lüneburger Kurpark war mal ein Ort der Erholung. Doch seit die Sole-Anlage marode ist, lockt sie niemanden mehr in den Park – wenn man von Teilnehmern diverser Zechgelage einmal absieht. Am Donnerstag war die Sehenswürdigkeit Thema im Lüneburger Stadtrat.

Eigentlich ging es in einem Antrag darum, die Kurparksatzung aufzuheben. Hannah Schuch (Linke) berichtete, dass alkoholische Getränke zwar nicht mitgebracht und konsumiert werden dürfen. „Aber an den Verkaufsstellen im Kurpark darf Alkohol erworben werden. Das ist ein Widerspruch und ungerecht“, fand die Jungpolitikerin. Doch die Diskussion ging dann in eine ganz andere Richtung. So fand Bürgermeisterin Hiltrud Lotze (SPD): „Der Kurpark dient der Erholung, hier halten sich Touristen, Familien, junge und alte Menschen auf. Da müssen Regeln gelten.“ Und weil das Thema nun schon mal dran war, schimpfte Lotze über den miserablen Zustand des Gradierwerks: „Es ist ein Bild des Jammers! Überall liegt Müll, ein unschöner Bauzaun – ein trostloser Anblick!“ Ihr Vorschlag: Ein Schild könnte über die geplante Sanierung (LP berichtete) informieren. Den aktuellen Stand berichtete Kämmerin Gabriele Lukoschek: „Wir sind dran und bemühen uns um Fördermittel. Wir nutzen für die Akquise Unterstützung von außen und warten auf ein Ergebnis.“ Außerdem stehe die Stadt in Kontakt mit dem Kurparkverein.

Immerhin: Als die Lünepost Freitagmittag Bilder von leeren Schnapsflaschen und anderem Unrat machen wollte, war nichts mehr davon zu sehen. Weitere Themen aus dem Stadtrat, auch zur Radwegeplanung in der Hindeburgstraße, lesen Sie in der Lünepost vom 5. November.