Embsen.  Seit dem frühen Dienstagmorgen kämpften rund 200 Feuerwehrkräfte in Embsen gegen die Flammen: Eine Zeitungsausträgerin hatte gegen 2 Uhr Feuerschein im Bereich der alten Schulsporthalle entdeckt und den Notruf gewählt. Für die Feuerwehr entwickelte sich in den folgenden Stunden einer der aufwändigsten Einsätze der vergangenen Jahre. Immer wieder loderten Flammen aus der Zwischendecke der kleinen Turnhalle. Zwei Brandbekämpfer mussten während des Einsatzes mit schweren Rauchvergiftungen ins Krankenhaus gebracht werden. Anwohner sollten wegen möglicher giftiger Dämpfe ihre Türen und Fenster schließen.

Am frühen Nachmittag war das Feuer zwar unter Kontrolle, aber immer noch nicht endgültig gelöscht. Doch mittlerweile zeichneten sich die Dimensionen des Brandes ab: Der Schaden geht in die Millionen, denn auch das Schulgebäude und die große Dreifeld-Sporthalle sind durch Ruß und Löschwasser stark beschädigt. „In der Halle steht das Wasser zentimeterhoch“, erfuhr die Lünepost von Handballern des MTV Embsen.

Für die Schüler der IGS endet das wegen Corona ohnehin schon kurze Schuljahr damit überraschend noch früher. Denn Landrat Jens Böther erklärte, bis zu den Sommerferien könne im gesamten IGS-Gebäude kein Unterricht mehr stattfinden. Zeugniskonferenzen und Elterngespräche sollen in anderen Gebäuden stattfinden.
Warum es zum Brand kam, soll nun die Kriminalpolizei ermitteln.