Lüneburg. Am Mittwoch, 11. März, wurden im Lüneburger Filmpalast die Preise des Film-Nachwuchs-Wettbewerbs „die Heide-Wendland-Filmklappe“ verliehen. Alle 35 eingereichten Beiträge – vom Kita-Alter bis zu den Oberstufen-Jahrgängen – lieferten dabei eine beeindruckende Vielfalt sowohl bei der Themenauswahl als auch bei den eingesetzten technischen Mitteln.

Der Lüneburger Schauspieler, Musiker und Autor Burkhard Schmeer brachte es als Juror in einer Laudatio auf den Punkt: „Man konnte den Spaß an der Kreativität und dem Filmen deutlich spüren. Und das steht bei diesem Wettbewerb eindeutig im Vordergrund.“

Die Jury, bestehend aus Schmeer, dem Regisseur und Produzenten Dennis Albrecht, den beiden Schülerinnen Marie-Louise Gietl und Uta Hankemeyer sowie Kreisjugendpfleger Kai Schepers war bei der Auswahl der Siegerfilme nicht zu beneiden. Es gab Heiteres aber auch bemerkenswert viel Nachdenkliches zu sehen.

Eine sehr reflektierte und kreative Beschäftigung mit gesellschaftlichen Themen und Problemen unserer Zeit. Ob Klimawandel oder das mehr oder weniger menschliche Miteinander. In den in ganzer Länge vorgeführten Siegerfilmen konnte man unter anderem Zeitsprünge, fantastische Phänomene und dramatische Liebesgeschichten erleben. Aber auch die Entstehung einer Kirsche wurde via Erklärfilm kinderleicht nahegebracht.

Filme wie „Reue“, „10 Jahre später“, „Liebe ohne Web“ oder „Paranoid“ setzten sich mit sozialer Vereinsamung, Drogenkonsum und der Welt in Zeiten des Internets auseinander. Bemerkenswert ist, dass sich Schüler der Jahrgänge 7 bis 10 als Grundlage ihres Knetfiguren-Animationsfilms das Gedicht „Das Phänomen“ des rheinischen Autors und Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch ausgewählt hatten.

Hierin sezierte er bereits 1981 Ausgrenzung, Diskriminierung und Faschismus wie wir es heute immer noch und immer wieder erleben.

Ausgezeichnet wurden aus dem Kreis Lüneburg: Mila Borchers und Ida Starke für „Ein Sprung in der Zeit“ (1. Platz, Kita/Jahrgang 1–6), Seya Kröger für „Alt und attraktiv – Lüneburg mal(-erisch) anders“ (2. Platz, Jahrgang 7–10), Sami Köppe für „10 Jahre später“ (1. Platz, BBS/Jahrgang 11–13) sowie Stella Schaffstaedter und Lea Böhme („Paranoid“, Sonderpreis BBS/Jahrgang 11–13).bb