Gut aufgestellt ins neue Jahr

Mit großer Mehrheit beschloss der Kreistag den Haushaltsplan 2019, der ohne neue Schulden auskommt. Foto: t&w

Lüneburg. Einen historischen Moment erlebten Abgeordnete, Verwaltung und Gäste bei der letzten Kreistagssitzung 2018 in der Ritterakademie: Für das kommende Jahr wurde mit großer Mehrheit erstmals ein Haushaltsplan beschlossen, der ohne neue Schulden auskommt.

Denn durch den Zukunftsvertrag mit dem Land Niedersachsen und dank der guten Konjunkturlage hat der Landkreis seit 2012 seine Altschulden konsequent abgebaut.

Ein großer Erfolg: „Erstmals seit mehr als 25 Jahren können wir auch unsere Investitionsschulden weiter senken“, erklärte Björn Mennrich, Leiter des Finanzmanagements, im Kreistag.

Landrat Manfred Nahrstedt dankte den Kreistagsfraktionen für die gute Zusammenarbeit: „Die Haushaltsplanung war wieder von einer angenehmen und konstruktiven Gesprächsatmosphäre geprägt.“

Das Haushaltsvolumen 2019 beträgt knapp 296 Millionen Euro, der geplante Jahresüberschuss liegt bei rund 900.000 Euro. Der Haushalt ist somit zum achten Mal in Folge ausgeglichen, mit dem Überschuss können die verbliebenen Altdefizite abgebaut werden.

„Nun können wir anfangen, unsere Investitionsschulden zu reduzieren“, sagt Nahrstedt, „unser Ziel ist es, der nachfolgenden Generation möglichst wenig Schulden zu hinterlassen.“

In Schulen, Gebäude und Straßen investiere der Landkreis weiterhin: Denn auch ein Sanierungsstau wäre eine Form von Verschuldung für die Zukunft.

Die kreisangehörigen Kommunen profitieren von der guten Haushaltslage des Landkreises. Zwar bleibt die Kreisumlage weiterhin die wichtigste Einnahmequelle des Kreises, der Hebesatz dafür wird 2019 aber um weitere 1,5 Prozentpunkt auf 50,5 Prozent gesenkt. Für die Kommunen bedeutet dies eine Entlastung um 3,2 Millionen Euro.

Der Löwenanteil der Investitionen fließt in die Schulen: Für 12 Millionen Euro lässt der Landkreis die Gebäude auf den neuesten Stand bringen. Für den Ausbau von Kindertagesstätten gibt der Kreis zwei Millionen Euro an die Gemeinden, hinzu kommen Kita-Zuschüsse in Höhe von 11,25 Millionen Euro für die Kommunen.