Lauenburg. Das hochmoderne Gefährt, mit dem ich heute eine Probefahrt machen möchte, fällt auf an dem Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in Lauenburg: Klein, rundlich, niedlich steht das Shuttle zwischen seinen „großen Bus-Kollegen“.

„Tabula“ heißt das Fahrzeug. Das steht für „Testzentrum für autonome Busse im Kreis Herzogtum Lauenburg“.

An der Haltestelle des weiß-blauen Shuttles warten schon Fahrzeugbegleiter Arndt Basel und Teamleiter Andreas Scheske von den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein (VHH). Normalerweise dürfen zehn Fahrgäste mitfahren, jetzt zur Corona-Zeit nur drei und natürlich müssen alle Mundschutz tragen.

An diesem Vormittag warte ich alleine auf die Fahrt. „Die meisten Interessierten fahren nachmittags mit“, erklärt Fahrzeugbegleiter Basel. Das Shuttle werde von den Lauenburgern für kurze Pendelfahrten zwischen Unter- und Oberstadt gut angenommen. Auch Touristen interessieren sich immer wieder für den autonom fahrenden Kleinbus.

Als ich im kleinen Bus sitze, muss ich mich zuerst anschnallen. „Nicht, weil wir mit der Höchstgeschwindigkeit von18 km/h zu schnell unterwegs sind, sondern weil das kleine Shuttle auch mal abrupt bremsen muss“, erklärt Teamleiter Scheske. Wie unvermittelt es bremsen kann, werden wir wenig später noch später merken …

Fahrzeugbegleiter Basel startet das Shuttle. In der Hand hält er einen Controller, wie man ihn von Computerspielen kennt. „Damit kann ich eingreifen, wenn es Probleme gibt.“ Der kleine Bus fährt geräuschlos an, um dann im nächsten Moment wieder zu bremsen. „Keine Ahnung, was er heute hat“, sagt Teamleiter Scheske, aber im nächsten Moment setzt sich der kleine Bus wieder in Gang, ohne dass ein Fahrer aufs Gaspedal treten und lenken muss.

Was LP-Redakteurin Meike Richter (Foto) noch alles bei ihrer Probefahrt erlebte, steht in der Mittwoch-Ausgabe vom 5. August.